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Im deutschen Reich · 1904-11-01 · Heft 11 (November 1904) · p. 581

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 11 (November 1904)
Article
Ein Beitrag zur jüdischen Rassenfrage
Date
1904-11-01
Page
581 (sequence 5)
Language
German
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Ein Veilrag zur jüdischen Rassenfrage. 58! nurder Betrachtung des einschlägigen statistische.: Materials, daß die Juden in geringerer Zahl an Infektionskrankheiten erkranken, als die nicht-jüdische Bevölkerung. Das braucht noch kein Beweis einer geringer n Empfänglichkeit der Rasse zu sein. Die Abgeschlossenheit, in der die Juden leben, der weniger intime Berkebr, das Zusammenwohnen in besonderen Vierteln, die Benutzung besonderer Brunnen und Bezugsquellen für Milch, Fleisch k. setzen dem Uebergreifen von Seuchen auf die jüdische Bevölkerung gewisse Schranken. Auch pflegt der Jude seinem körperlichen Wohlbefinden eine größere Aufmerksamkeit zuzuwenden, so daß rechtzeitig herbeigerufene ärztliche Hilfe die Eindämmung des Jnfektionsheerdes erleichtert. Sehr bemerkenswert ist die Tatsache, daß die Juden auch von der Tuberkulose relanv selten befallen werden, trotzdem sie gerade für diese Infektionskrankheit eine Reihe von disponierenden Momenten aufweisen, wie: schmaler Brustkorb, schwächliche Körperentwickelung, ungesunde Berufe, ungünstige Wohnungsverhältmffe, moralischer Druck, unter dem ein großer Teil der Judenheit seufzt, u. a. m. Freilich wird auf der anderen Seite der Mißbrauch alkoholischer Getränke, der erfahrungsgemäß den Boden für die Tuberkulose vorbere tet, bei I iden, wie schon hervorgehoben, selten beobachtet. Vielleicht ist auch die Praxis der Fleischbeschau, die bei den Juden von jeher Sitte war und vor dem Genuß perlsüchtigen Fleisches schützte, für die Erklärung der in Rede stehenden Tatsache heranzuziehen. Im Gegensatz zu der geringeren Empfänglichkeit für Infektionskrankheiten ist die Disposition zur Zuckerkrankheit eiue besonders große bei den Juden, so daß man hier fast von einer „Rassenkrankheit" sprechen kann. Erblichkeit, neuropathijche Belafiung und unzweckmäßige Lebensweise (Vorliebe für Süßigkeiten und Mehlspeisen, zu geringe Muskelarbeit) sind die Hauptfaktoren, die diese Erscheinung erklärlich machen. Noch verbreiteter unter den Juden sind die Krankheiten des Nervensystems; die „Nervosität" im weitesten Sinne des Wortes ist zu einer Rasseneigenschaft geworden. Wer die Geschichte des Judentums kennt, wird darüber nicht erstaunt sein. „Der stete moralische Druck, das Gefühl der sozialen Minderwertigkeit, die Unsicherheit der Existenzbedingungen haben dem Lebenslauf vieler Generationen ihren charakteristischen Stempel aufgedrückt — zum Teil wirken diese Momente auch heute noch — und .in hohem Maße dazu beigetragen, mit der Zeit das Nsrvenshstern empfindlich zu schädigen. Die gleichzeitige Physische Verschlechterung'

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