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Im deutschen Reich · 1904-11-01 · Heft 11 (November 1904) · p. 582

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 11 (November 1904)
Article
Ein Beitrag zur jüdischen Rassenfrage
Date
1904-11-01
Page
582 (sequence 6)
Language
German
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582 3m deutschen Reich. des Rasienmatenals war ebenfalls nur dazu angetan, die Erreg. Barfeit des Nervensystems noch zu erhöhen. Die erbliche Belastung hat im Laufe der Zeiten immer größere Dimensionen angenommen und durch engere Familienzucht häufig eine weitere Steigerung erfahren. Die Art der Erziehung, des Berufes (Bevorzugung der kaufmännischen und akademischen Laufbahn), der Aufenthalt in großen Städten, die Gefahren der Ueberkultur sind fernerhin nur zu geeignet, die Nervenkrankheiten bei den Juden erheblich anschwellen zu lassen. In allem macht sich ein schreiendes Mißverhältnis zwischen körperlicher und geistiger Tätigkeit zu Ungunsten der ersteren geltend. Das bei den Juden relativ frühe Eintreten der Pubertät bildet ein Weiteres ungünstiges Moment. Alle diese Dinge können auf das Nervensystem und seine Widerstandskraft einwirken und machen schließlich auch die beklagenswerte Tatsache verständlich, daß die jüdische Rasse einen unheimlich hohen Prozentsatz zu den Invaliden des Seelenlebens, den Geisteskranken, stellt. Damit ist auch die Selbstmordziffer jüdischer Personen in die Höhe geschnellt worden, so daß sie den allgemeinen Durchschnitt, wenn auch nicht in sehr erheblichem Maße, überschreitet. Es würde zu weit führen, noch eine Reihe anderer pathologischer Erscheinungen und ihren Zusammenhang mit der Rassenfrage in den Kreis dieses Berichtes zu ziehen. Das Gebotene dürfte genügen, darzutun, daß der Verfasser die Leser auf ein überaus interessantes Gebiet führt, das im Zusammenhang mit wissenschaftlicher Gründlichkeit bearbeitet zu haben ein um so höheres Verdienst des Autors bleibt, als die Zahl der Vorarbeiten auf diesem Boden nur sehr gering ist. Dabei wird allseitig anerkannt werden, daß sich Verfasser einer durchaus objektiven Betrachtung der Dinge befleißigt hat. Von dem Gesichtspunkte des „tont eomxreuäro e'68t taut pardoml er“ aus wird der Inhalt des Buches auch zur Beseitigung von ungerechten Vorurteilen beitragen können. Möchte das kleine Werk deshalb vor allem auch in nicht-jüdischen Kreisen recht zahlreiche Leser finden; unsere Glaubensgenossen haben—man darf sagen: dank der antisemitischen Bewegung — in erfreulich zunehmendem Maße wieder Interesse gewonnen an der auf das Judentum bezüglichen Litteratur, so daß sie gewiß nicht verfehlen werden, auch dieses Buch zur Hand zu nehmen, das ihnen in leicht verständlicher Darstellung einen interessanten und überaus belehrenden Einblick in zahlreiche Fragen gewährt, die das Wohl und Wehe des Judentums betreffen und der eingehenden Beachtung im Interesse des Einzelnen wie der Gesamtheit wohl wert find. Dr. med. I. Lewy.

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