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Im deutschen Reich · 1904-05-01 · Heft 5 (Mai 1904) · p. 291

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 5 (Mai 1904)
Article
Berlin
Date
1904-05-01
Page
291 (sequence 2)
Language
German
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Korrespondenzen. 291 werde, sobald das Regiment zur Ruhe komme. Nach dem Einzuge des Regiments wiederholte der Oberst von Dörnberg mir mündlich diese Zusage, ohne daß ich hierüber jemals weiteres erfuhr; außer einer Andeutung von Seiten eines mir befreundeten Landwehroffiziers, daß in meiner Religion der Grund liege, weshalb es nicht zu meiner Wahl gekommen sei! Ich wurde dekoriert mit dem Eisernen Kreuz 1l. Klafie und erhielt das Führungszeugnis: In jeder Beziehung vorzüglich." In der „Deutschen med. Wochenschrift" vom 14. April d. I. sucht eine staatliche Irrenanstalt einen jungen Assistenzarzt und fordert Bewerber auf, durch Rudolf Moste, Berlin SW, unter J. P. .uS02 Auskunft zu verlangen, aber Zeugnisse, Lebenslauf, Photographie und Angabe der Konfession beizufügen. Da nicht die Angabe der „Religion" sondern der „Konfession" verlangt wird, scheint die „staatliche" Irrenanstalt nicht nur den Ausschluß jüdischer, ondern auch katholischer Aerzte anzustreben. Das Inserat ist eine Illustration dazu, wie selbst Leitungen staatlicher Anstalten die Verfassung zu umgehen wissen. In Ausführung des Beschlusses der Plenarversammlung des „Vereins für jüdische Statistik" wurde ein Kuratorium zur Verwaltung der dem Verein zufließenden Fonds gebildet. In der konstituierenden Sitzung des Kuratoriums wurde zum ersten Vorsitzenden Sanitätsrat Dr. Maretzki, zum zweiten Vorsitzenden Geh. Sanitätsrat Dr. Blumenthal, zum Schatzmeister Herr Benno Braun gewählt. Als Mitglieder gehören dem Kuratorium in Berlin an: Prof. Dr. Martin Philippson, Justizrat Dr. Eugen Fuchs, Prof. Dr. Bagiusky, Dr. Maximilian Horwitz, Sanitätsrat Dr. Pollack, Dr! Hirsch Hildesheimer, Rabbiner Dr. Weiße, Justizrat Dr.' Max Fuchs. Der Vorstand des „V. f. j. St." ist im Kuratorium durch seinen Vorsitzenden Dr. Alfred Nossig vertreten. Das Kuratorium beschloß, ein Centralbureau für jüdische Statistik als gemeinsame Schöpfung aller jüdischen Organisationen und Großgemeinden ins Leben zu rufen. Von den jüdischen Organisationen hat als erste der „Central-Derein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" einen namhaften Beitrag für das zu errichtende Centralbureau gezeichnet. Mehrere andere Organisationen haben das Kuratorium bereits verständigt, daß sie geneigt find, an den Kosten des Centralbureaus zu partizipieren. Es ist also begründete Aussicht vorhanden, daß in baldiger Zukunft ein Institut entstehen wird, welches die genaue Kenntnis der Verhältnisse

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