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Im deutschen Reich · 1904-05-01 · Heft 5 (Mai 1904) · p. 290

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 5 (Mai 1904)
Article
Berlin
Date
1904-05-01
Page
290 (sequence 1)
Language
German
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290 gm deutschen Reich Korrespondenzen. □ Berlin, 15. Mai. Unsere Anregung in der vorigen Nummer (S. 236) hat ein Vereinsmitglied in Köln a. Rh. veranlaßt, uns als Beitrag zu der Frage des Ausschlusses der Juden vom Offizierkorps die Nummer 342 der „Franks. Ztg." vom 13. Dezember 1889 zu senden, in der folgende Notiz sich findet: „Zur Frage des Ausschlusses der Juden vom Offizierskorps erhält die „Freisinnige Zeitung" von einem Beteiligten, dessen Dramen sie unter Umständen nennen will, folgenden charakteristischen Beitrag: Bei Beginn des Krieges 1866 19% Jahre alt, meldete ich mich sofort freiwillig zum Abdienen meines Dienstjabres am 11. Juni zum 2. Thür. Jnf.-Reg. Nr. 32; wurde am 11. November zum Gefreiten befördert und machte mein schriftliches Examen zur Qualifikation als Landwehroffizür nach Angabe des dirigierenden Offiziers mit gutem Erfolge. Da mir aber von diesem letztern der „Rat" erteilt wurde, mußte ich von dem praktischen Examen zurückstehen „weil meiner Jugend wegen mir die nötige Autorität über die Leute fehle!" Im Jahre 1870 — bei Beginn des Krieges — meldete ich mich — sofort vom Auslande zurückkehrend — am 20. Juli zum 5. Rhein. Jnf.- Reg. Nr. 65, wo ich mich sehr bald zur nachträglichen Ableistung der Landwehroffizier-Prüfung meldete. Am 6. August zum Unteroffizier befördert, habe ich, ohne eine Stunde zu fehlen, sämtliche Schlachten, Gefechte, Cernierungen und Märsche des Regiments mitgemacht und erhielt nach einem Gefecht von meinem Hauptmann Materne (1. Komp.) .vor der Front den Glückwunsch: „Für mein ausgezeichnetes Bestehen der Offiziers-Prüfung". Am 16. Januar 1871 wurde ich zum Vizefeldwebel befördert und am 19. Januar in der Schlacht bei St. Quentin als Zugführer durch einen Schuß dicht unter dem Knie schwer verwundet. Im Osfizierslazareth zu Amiens erhielt ich verschiedene Briese meines Kompagniechefs, worin er seiner Freude Ausdruck gab, daß ich wiederhergestellt zu werden Hoffnung hatte, und er teilte mir mit, daß meine Wahl zum Offizier stallfinden

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