Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 10 (1904)
- Issue
- Heft 3 (März 1904)
- Article
- Jahresbericht
- Date
- 1904-03-01
- Page
- 132 (sequence 4)
- Language
- German
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132 Im deutschen Reich. am 10. März Fuchs in Magdeburg, am 21. März Herr I)r. WiesenLhal in Posen, am 29. März Kollege Sonnenfeld in Hamburg, derselbe am 3. Mai in Köln, am 17. Oktober Kollege Fuchs und ich in Posen, und am 26. November Herr Dr. Brodnitz in Essen. Ich habe schon erwähnt, daß wir neben diesen Versammlungen, die ja natürlich auch propagandistischen Zwecken dienen, zu gleichem Zwecke Drucksachen verbeitet haben; wie erwähnt, vorzugsweise jene Stiftungsfestrede des Herrn Justizrat Dr. Fuchs. Dann haben wir die Obergutachten der Sachverständigen über den Konitzer Mord in ihrem authentischen Wortlaut veröffentlicht — die einzige Sammlung dieser Art, — die vielfach auch in der medizinischen Fachpresse besprochen worden ist und die in der Tat erheblich dazu beitragen muß, den Wahnglauben über die Natur des Mordes in Könitz zu zerstören. Daß wir nebenbei regelmäßig unsere Zeitschrift nicht nur in den Kreisen unserer Mitglieder, sondern weit darüber hinaus verbreiten, ist Ihnen ja bekannt. Die Redaktions-Kommission unter der sorgsamen Leitung des Herrn Dr. Schneider hat regelmäßig und eifrig gearbeitet, und die Zeitschrift hat bei Beginn ihres zehnten Jahrganges jetzt das Fünffache der Exemplarzahl erreicht, welche sie bei ihrer Begründung hatte. Die Finanzen des Vereins, die ja bekanntlich auch nicht gerade ganz nebensächlich.für unser Leben sind, sind in guter Ordnung. Einer der Herren Revisoren aus der Versammlung wird wohl dann die Freundlichkeit haben, Ihnen über den Kassenbefund zu berichten. Der Schatzmeister Herr Dr. Ginsberg hat eine überaus lebhafte, uneigennützige Tätigkeit entwickelt: als Kontrolleur hat Herr Weile, als Revisoren haben die von der Versammlung dazu gewählten Herren Lomnitz und Louis Wiener fungiert. Der Hauptteil der Tätigkeit, wenn man will, die einzige Art der Tätigkeit erstreckte sich auf den Rechtsschutz. Schutz unserer Rechte ist ja natürlich alles, was wir überhaupt erstreben. Die Rechtsschutz-Kommission unter der außerordentlich verdienstlichen Leitung des Herrn Kollegen Dr. Lövinson hat leider sehr' reiche Arbeit gehabt, die ja nicht in allen Fällen nach außen in die Erscheinung tritt. Solche Falle, in denen durch Bestrafung oder durch Einschreiten der Verwaltungsbehörden die Tätigkeit dieser Kommission zu äußeren Erfolgen geführt hat, sind u. a. folgende: Der Herr Paul Koch, ein sogenannter Schriftsteller — es ist sehr, die Frage, ob die Schriften, für die er büßt, wirklich von ihm verfaßt, sind;