Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 10 (1904)
- Issue
- Heft 3 (März 1904)
- Article
- Jahresbericht
- Date
- 1904-03-01
- Page
- 131 (sequence 3)
- Language
- German
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Jahresbericht. 131 wir kooptiert haben, vermehrt: Herrn Rechtsanwalt Dr. Samson in Hamburg, Herrn Rechtsanwalt Br. Waldstein in Altona und Herrn Wilhelm Wolff in Hamburg. Auch in die Rechtsschutz-Kommisston ist ein neues Mitglied, Herr Rechtsanwalt Dr. Curt Rosenberg, eingetreten. Unser Bureau, das sich an Zahl seiner Angestellten nicht vergrößert hat, hat eine bei weitem erhöhte Arbeitslast zu bewältigen gehabt. Die Ziffern sind in der Tat nicht ganz uninteressant. Unsere Eingänge bezifferten sich nach dem Journal im Jahre 1898 auf rund 4800, im Jahre 1900 auf 5000, im Jahre 1901 auf 5500, im Jahre 1902 auf 6200 und 1903 auf 8600 (Bravo!), die Steigerung also in der Reihenfolge der Jahre auf 200, 600, 700, 1400 (Beifall.) Die Arbeitslast ist natürlich eine außerordentlich große geworden, und nur der wirklich gar nicht genug anzuerkennenden Pflichttreue aller unserer Angestellten, die allerdings dabei lediglich dem glänzenden Beispiele folgten, das ihnen unser Generalsekretär Herr Levy gegeben hat, ist es zu danken, wenn trotzdem alles glatt erledigt werden konnte. Wir haben eine Reihe von Versammlungen abgehalten: in Berlin 6 ordentliche Versammlungen, darunter diejenige, welche ja einen besonderen Markstein in unserer Entwickelung bezeichnet, das Stiftungsfest am 2. Februar v. I., wo wir die Freude hatten, in einer, wie ich wohl sagen darf, wirklich erhebenden Feier mehrere tausend deutscher Juden in einer Versammlung bei uns zu vereinigen, beglückwünscht zu unserem zehnjährigen Bestehen durch eine außerordentlich große Reihe, jüdischer und judenfreundlicher Vereinigungen, — jenes großes Stiftungsfest, bei dem das Hervorragendste, wie ich wohl sagen darf, die Stiftungsrede unseres Kollegen Fuchs war, die unter den Publikationen, die wir verbreitet haben, noch bis jetzt eine hervorragende Rolle gespielt hat. Wir haben 6 ordentliche Versammlungen in Berlin abgehalten und 8 Gruppenversammlungen. Wenn man bedenkt, daß diese Versammlungen sich mit Rücksicht auf die Sommerferien auf sieben bis acht Monate verteilten, daß also fast alle vierzehn Tage, sei es eine allgemeine, sei es eine Gruppenversammlung, stattgefunden hat, so werden wir denen, die dabei mitgewirkt haben, wohl zugeben, daß sie sehr fleißig waren. Wir haben aber auch eine Reihe auswärtiger Versammlungen abgehalten. Am 18. Januar sprach ich in. Danzig, am 21. desselben Monats in Breslau, an demselben Tage Her? Kollege Fuchs in Königsberg, am 26. ich in Stuttgart,