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Im deutschen Reich · 1904-02-01 · Heft 2 (Februar 1904) · p. 83

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 2 (Februar 1904)
Article
Zur Gesamtorganisation der Israeliten Deutschlands
Date
1904-02-01
Page
83 (sequence 11)
Language
German
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Zur GesamLorgamsation der Israeliten Deutschlands. 83 diese zum großen Teile ab, dann allerdings könnte die Sache wie das Hornberger Schießen ausgehen. Von Herrn vr. Apfel-Köln wird die Erklärung abgegeben, daß seine Gemeinde und sein Verband mit dem vorliegenden Entwurf einverstanden seien. Nach weiteren Bemerkungen des Herrn Dr. Freudentbal-Danzig, Frank-Leirzig, ©taMrot Magnus-Königsberg, Rechtsanwalt Dr. Levin- Stettin, Justizrat Breslauer-Berlin und Dr. Apfel-Köln, welche sich auf den Ausschluß jeder Flaktiom Politik beziehen, wird der § 1* Prinz pieü einstimmig genehmigt, und dem Ausschuß der Auftrag erteilt, bei der Fassung desselben die vorgejchlagenen Abänderungen möglichst zu berücksichtigen. Bei der Beratung des § 2 beantragt Herr Martin Simon im Namen des Vorstandes der jüdischen Gemeinde Berlin das Wort „Andersgläubiger" am Schlüsse zu streichen, am Anfang aber auch den Ausschluß von Fragen der Gemeindeverwaltungen einzuschalten. Dieser Antrag wird nach kurzer Debatte einstimmig angenommen. Bezüglich des § 4 (die Hauptversammlung) ist man einstimmig der Ansicht, daß sowohl die G meinden, wre die Verbände durch Delegierte vertreten sein müssen; dagegen ergeben sich brzüüich der Einzelpersonen Memungsverschiederihiüen Die Herren Dr. Wiesenthal-Magdeburg, Justizrat Dr. Geiger-Frankfurt a. M., Justizrat Dr. Fiiedemann-Berlin und Rechtsanwalt Dr. Lewin-Steltin sprechen sich für. die Herren D. Magnus.Leipzig und AmtSgerichtsrat Levy- Beuthen gegen die Zuwaht von Einzelpersonen aus. Bei der Abstimmung ergiebt sich für die Zuwahl von Einzelpersonen eine entschiedene Mehrheit. Man gelangt nun zu dem Abschnitt A „Gemeinden", wobei Herr Rechtsanwalt Dr. Lewin-Stettin empfiehlt, den PaffuS 2 so zu fassen, daß die großen Gemeinden durch die Provinzialverbände vertreten werden. Dagegen bemerkt Her? P of. Dr. Philipp,on, daß nickt überall solche Verbände bestehen, z. B. in Brandenburg. Schleswig- Holstein und Nassau. Herr Dr. Apfel rät. die jetzige Faffung bestehen zu lass n. den Schlußsatz aber, welcher die Vertretung der Gemeinde Berlin betr»ffr, zu streichen. Herr Martin Srmon entgegnet mit dem Hmweis darauf, daß die Großgemeinde Berlin den 5. Teil aller deutschen Juden umfasse und mindestens zur EnNendung von 20 Delegierten berechtigt sei. Auch Herr P. Simon-Danzig erachtet die Zahl 20 als nicht zu hoch gegriffen. Der Absatz A wird hierauf mit folgender Faffung des Schlußsatzes angenommen: -Die Gemeinde

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