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Im deutschen Reich · 1904-01-01 · Heft 1 (Januar 1904) · p. 36

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 1 (Januar 1904)
Article
Berlin
Date
1904-01-01
Page
36 (sequence 4)
Language
German
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Im deutscher Reich- 36 Wichtige Reform auf die Tagesordnung des nächsten Statistischen Kongreßes gestellt werden. Der Verein fordert Herren und Damen, welche für jüdische Statistik Interesse und über einige freie Zeit verfugen, auf, sich seinen Arbeitsgruppen anzuschließen und insbesondere an der Durchsicht der Zeitschriften teilzuneh.nen. Es ist dies ein Teil der Arbeit, welcher sehr zahlreiche Kräfte erfordert, von diesen jedoch ohne jede spezielle Vorbereitung und ziemlich mühelos geleistet werden kann. Es sei hier betont, daß der Verein f. j. Statistik auf rein wissenschaftlichem Boden, jenseits aller Parteien steht. Kürzlich berichtete der Antisemiten-Moniteur, daß 15 Angestellte eines Braunschweiger Warenhauses folgendes Schreiben erhalten hätten: „Wir nehmen Bezug auf die mit Ihnen heute gehabte Unterredung bezüglich Ihres Austrittes aus dem Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband, Hamburg, zum 1. Janr. 04 und kündigen Ihnen hiermit, um etwaigen Mißverständnissen vorzubeugen, Ihre Stellung in unserem Hause zum 3l. 12. d. I. resp. 1. 1. 04. Falls Sie uns aber bis zum 15. d. M. eine schriftliche Mitteilung von vorbenanntem Verbände behändigen, welche Ihren Austritt auö dem Verbände pr. I. 1. 01. bestätigt, gilt die Kündigung als zurückgezogen. Achtungsvoll Wilhelm Klopp & Co. - Das Antisemitenblatt nennt dies eine „Entrechtung der Angestellten", trotzdem es selbst sich hüten würde, den niedrigst bezahltem Posten in seiner Expedition an einen Juden oder Judenfreund zu vergeben. Daß jüdische Geschäftsinhaber noch immer Leute anstellen, die im deutsch-nationalen Handlungsgchilfen-Verband zu ihren politischen Gegnern und gehässigen Aufpassern erzogen werden, ist unbegreiflich. Hoffentlich lernen sie von den Herren Wilhelm Klopp & Co. was der Engländer unter dem Satze: „My house is my castle“ versteht! Unter der Ueberschrift: „Die nationale Wirtschaftspolitik der deutschen Großbanken" schrieb die „Staatsbürger-Zeitung", daß das von der „Diskonto-Bank" und der „Deutschen Bank" für die Beteiligung am rumänischen Petroleumgeschäft gezeigte Interesse von dem „Berliner Tageblatt" als ein Beweis dafür hingestellt worden sei, daß die patriotische Absicht obwalte, den deutschen Petroleummarkt den Klauen des Herrn Rockefeller zu entwinden und die künftige Versorgung Deutschlands mit billigem rumänischen Petroleum sicher zu stellen. Bald darauf hätten aber Verhandlungen der -Standard Oil-Company Rockefellers mit der Diskontobank stattgefunden, die darauf abzielten, daß die Bank der Company entweder 'Me rumänischen Petroleum-

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