Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 9 (1903)
- Issue
- Heft 11 (November 1903)
- Article
- Berlin
- Date
- 1903-11-01
- Page
- 667 (sequence 3)
- Language
- German
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Korrespondenzen. 667 erschienenen Kunze-„Kalender für das höhere Schulwesen Preußens und einiger anderer deutscher Staaten" bearbeitet von Prof. Toeplitz und Prof. Malberg in Breslau (Verlag von Preuß & Jünger) finden wir nur noch 82. Die Verminderung der Zahl har mx Ursache: Todesfälle (4), Ausscheiden aus dem Amt durch Pensionierung oder Uebertritt in andere Aemter (2), liebertritt zum Christentum (in 1 Falle in Berlin) und geringere Zahl von Neuanstellungen. Während im Vorjahre unter 746 Neuangestellten in der ganzen Monarchie sich 11 Juden befanden, sind im Berichtsjahre von 466 Neuangestellten 6 Juden, sodaß das Verhältnis etwas ungünstiger geworden ist. Zwei städtische Verwaltungen haben zum ersten Male Juden als Oberlehrer angestellt. Charlottenburg 2, Bromberg 1. Außerdem sind in Berlin 3 Kandidaten neuanzestellt worden, 1 sofort nach erlangter Anstellungsfähigkeit, 1 nach 3 Monaten, 1 nach S*/>2 Jahren Wartezeit. Die 3 in Charlottenburg refp. Bromberg neuangestellten Herren waren schon vorher in Oberlehrerstellen in Frankfurt a. M., bezw. Seesen und Bromberg (höhere Mädchenschule). Von den 596 höheren Lehranstalten Preußens haben 45 jüdische Oberlehrer, und zwar 9 königliche (unter 227 4 ö. H.) und 36 städtische (unter 367 10 v. H.). Die 36 städtischen Anstalten verteilen sich auf 9 Städte, davon gehören 25 der Stadt Berlin. Wie in den Vorjahren sind 5 Provinzen ohne jüdische Oberlehrer: Pommern (das auch keinen katholischen Oberlehrer hat), Hannover, Schleswig-Holstein, Westfalen, Rheinprovinz. Je 1 jüdischer Oberlehrer findet sich in Ostpreußen (königl. Gymnasium in Allenstein) und Sachsen (städtisches Gymnasium in Magdeburg), je 4 in Westpreußen (1 städt. Realgymnasium in Danzig, 1 königl. Gymnasium in Thorn, 2 königl. Progymnasien in Neumark) und in Brandenburg (1 königl. Gymnasium in Berlin, 1 königl. Gymnasium in Wittstock, -1 städt. Gymnasien in Charlottenburg), 6 in Posen (2 königl. Gymnasien in Posen, 1 königl. Gymnasium in Meseritz, 1 königl. Gymnasium in Fraustadt, 1 königl. Gymnasium in Bromberg, I städt. Realschule in Bromberg), 8 in Schlesien (6 in Breslau, 1 Myslowitz, 1 Kattowitz, alle an städtischen Anstalten), 17 in Hessen- Nassau (15 an den beidea Anstalten der dortigen jüdischen Gemeinde, 2 an städt. Gymnasien), 41 in Berlin (9 an Gymn., 7 an Realgymn., 2 an Oberrealsch., 23 an Realsch.). Die Gesamtzahl ist wie oben angegeben §2, ohne die 15 an den jüdischen Anstalten in Frankfurt 67. Von diesen 82 haben 20 den Titel Professor, 13 mit dem Rang der Räte IV. Klasse. Da die Zahl aller Oberlehrer in Preußen 6770 ist, ergibt sich der Prozentsatz der jüdischen Oberlehrer (ohne die Frank-