Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 9 (1903)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1903)
- Article
- Berlin
- Date
- 1903-01-01
- Page
- 93 (sequence 13)
- Language
- German
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Korrespondenzen- 93 von unserem A. H. I)r. Th. Zlocisti geleitete Geschichtskurs, geben Len Vereinsbrüdern, deren Aktivitas jetzt über 40 beträgt, Gelegenheit, sich über alle modernen jüdischen Fragen zu orientieren. Allwöchentlich vereinigt ein Vortrag, an den sich gewöhnlich eine recht lebhafte Diskussion anschließt, Vereinsbrüder und Freunde unserer Idee. Es hielten in diesem Semester bisher Vorträge: Or. Biram: „Die Organisation der jüdischen Wissenschaft", vr. Heinrich Löwe: „Die Juden und ihre Sprachen". vr. Julius Moses: „Das Handwerk unter den Juden". vr. Max Eichelbacher: „Die rechtliche Stellung der Juden im Mittelalter". Davis Trietsch: „Die jüdische Emigrationsfrage". Maler Rosenbaum: ,,Giebt es eine jüdische Kunst?" Albert Katz: „Lord Byron und seine hebräischen Melodien". Daß der Verein sich eines großen Ansehens bei der jüdischen Studentenschaft erfreut, bewiesen die Wahlen der akademischen Lesehalle, wo wir 2 Mitglieder ins Direktorium entsenden konnten. Vom 18. bis 21. Dezember hielten die zum Bunde Jüdljcher Corporationen (L. J. C.) vereinigten „Vereine Jüdischer Studenten" zu Berlin, Breslau, München, Charlottenburg ihren 3. Kartelltag in München ab. Im Februar feiert unser Verein sein diesjähriges Winterfest zusammen mit dem Charlottenburger Kartell- Verein. Chargierte des Vereins sind cand. jur. Ludwig Zucker Xcand. phil. F. Jakobsohn XX. cand. med. dent. Baschwitz XXX- Sämtliche Zuschriften sind zu richten an cand. jur. L. Zucker X, 0., Blumenstr. 9." Das Bureau des „Deutsch-Israel. Gemeindebundes^ schreibt uns: „Indem wir Ihnen anbei die Nr. 59 unserer „Mitteilungen" senden, lenken wir Ihre Aufmerksamkeit auf folgende Punkte: Der erste Artikel, der die aus unserem erneuerten Vertrage mit der „Victoria" zu erwartenden Segnungen für die jüdischen Gemeindebeamten bespricht, stellt die neuen Vergünstigungen für alle Versicherungsnehmer und Bundesgemeinden zusammen. Die abgedruckten neuen Satzungen der Friedrich Wilhelm-Viktoria-Stiftung unterscheiden sich von den alten durch den Wegfall einiger Bestimmungen, durch die sich die Klienten der Stiftung beschwert gefühlt haben. Der Artikel „Anträge des Rabbmerverbandes" enthält eine Zusammenstellung der Antworten von 51 altpreußischen größeren Gemeinden aus die bezüglichen Beschlüffe des Gemeindetages. Don besonderer Wichtigkeit scheint uns die Bildung von Bezirksrabbinaten, als Illustration diene der Bericht aus dem Bezirksrabbinat Pasewalk.' — Der Abdruck des von einer Kommission entworfenen Normalvertrages dürfte Lesern aus Beamten- und Vorsteherkreisen willkommen sein