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Im deutschen Reich · 1902-12-01 · Heft 12 (Dezember 1902) · p. 692

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 12 (Dezember 1902)
Article
Berlin
Date
1902-12-01
Page
692 (sequence 7)
Language
German
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692 Im deutschen Reich. nach $ 185 übrig; für diese erschien die höchste Geldstrafe, nämlich 600 Mk. am Platze. — Am 8. Dezember hatte Herr Bruhn wieder die Anhänger der Dreschflegel-Theorie nach Kellers Festsälen in der Koppenstraße entboten. Das Lokal mußte bereits um V29 Uhr wegen liebetfüUung geschloffen werden. Graf Pückler wurde bei seinem Erscheinen mit ohrenbetäubendem Halloh begrüßt. Gleich zu Anfang wurde in Folge eines Zwischenrufes ein Zuhörer hinausgeworfen. Hierbei kam es zu solchem Tumult, daß der Polizeileutnant mit Auflösnng drohte. Schließlich beschwichtigte Herr Bruhn die Gegner mit dem Hinweis, daß man ja das Eintrittsgeld bereits in Sicherheit gebracht habe, also den Antisemiten die Auflösung gleichgiltig sein könne. Graf Pückler konnte alsdann seinen Speech beginnen. Die ^Dolkszeitung" berichtet über denselben: „Graf Pückler entschuldigte sein längeres Fernbleiben von Berlin mit seiner erzieherischen Thatigkeit gelegentlich der Reiterfeste in Klein-Tschirne. „Ich habe," führt er aus, „auf die Jugend gewirkt, daß sie auf die Juden haut, daß sie der Teufel holt. Wir haben Attacken auf das orientalische Scheusal, den rcthen Manaffe, gemacht, und es wäre hübsch, wenn Sie sich gelegentlich an diesen Attacken in Klein-Tschirne betheiligen würden. (Heiterkeit.) Auf seinen letzten Prozeß übergehend, sprach er den Züchtern in Moabit seine Anerkennung aus. Er sei dort sehr anständig behandelt, nur der Staatsanwalt, der ihn partout habe einsperren wollen, habe seine Anerkennung nicht gefunden. (Beifall und ironische Zurufe.) Wenn cs — fährt er fort — in der Verjudung in der bisherigen Weise fortgeht, dann sind in zehn Jahren die Gerichte sämmtlich verloren. Bei dieser Judenwirthschast werden gelegentlich der nächsten Revolution die vom grünen Tische zuerst zu Grunde gehen. An allen Ecken und Enden lauert jetzt der Staatsanwalt auf mich. Wenn ich in Klein-Tschirne einen Purzelbaum schieße, kommt der Amtsvorsteher und droht mir mit Festnahme, weil es verboten sei, in Klein-Tschirne Purzelbäume zu schießen. (Heiterkeit.) Wie ernst die Zeiten sind, sehen wir jetzt im Reichstage. Das schamlose Treiben der jüdischen Abgeordneten und der jüdischen Presse sind die Sturmvögel der jüdischen Revolution. Ist denn unter den Abgeordneten kein Mann, der die Singer und Stadthagen tüchtig verkloppt? Wenn ich Abgeordneter wäre, würde ich in die Sitzungen gehen mit einem jungen, lchlanken, sechs bis acht Centimcter starken Eichenstamm.. Wie ich dann dort hausen würde, können Sie sich vorstellen. Ich würde mit der Eiche dem Singer und dem Stadthagen den Standpunkt klarmachen, daß sie sofort .die Fresse hielten und aus-

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