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Im deutschen Reich · 1902-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1902) · p. 402

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1902)
Article
Mitteilungen der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunst-Denkmäler [Rezension]
Date
1902-06-01
Page
402 (sequence 2)
Language
German
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[02 deutschen Ne ich. nach Eintritt des Neumondes gesprochen werden, für den Aufbau einer Laubhütte ist Platz, eine Hochzeitsprozejsion mit dem Brautpaar unter dem Brauthimmel, der Ehuppah, kann sich bequem entfalten, wie sie öfter in Minhagin oder in Kupferstichwerken, welche die Sitten und Gebräuche der Juden behandeln, abgebildet sind — gewöhnlich mit den Svnaaogen von Amsterdam oder Fürth im Hintergründe. Das Gbetto der verschiedenen Städte (Krakau, Prag, Rom, Siena, Venedig, Saluzzo :c.) zeigt auch zwischen engen Gasten platzartige Erweiterungen." Herr Frauberger, der ja, woran erinnert werden möge, überall die Schaffung von künstlerischen Vorbildern für die Gegenwart im Auge behält, fügt den Wunsch hinzu, daß stets beim Erwerb eines Grundstücks für eine neue Svnagoge erwogen werden möge, ob nicht auch genügend Raum zur Anlage eines Gartens oder eines abgeschlossenen Platzes beschafft werden könne. Wir fürchten, daß dies überall an der Geldfrage scheitern wird. Denn in größeren Städten, die heutzutage allein im Stande sind, repräsentative Synagogen zu bauen, werden die Grnndermerbokosten stets so hoch sein, das; man sich auf das Allernothwendigste beschränken muß. Wir möchten übrigens aus eigener Anschauung hinzufügen, daß von den heutigen Svnagogen die einzige uns bekannte, die ganz frei auf einem öffentlichen Platze steht, diejenige in Genf ist. In Hannover und Breslau sind die neuen Svnagogen wenigstens theilweise von Gälten umgeben. Die kleine Synagoge in Woerlitz bei Dessau, von dem philanthropischen Herze g Franz im 18. Jahrhundert erbaut, steht im herzoglichen Park. Aber meistens sind die Svnagogen in enge dumpfe Straßen gebannt; selbst die berühmte Synagoge in Livorno steht in einer ganz schmalen Gasse. Was Venedig anbetrifft, so ist uns allerdings ausgefallen, daß - ganz im Gegensatz zu allen anderen Städten — das Ghetto breitere Straßen hat, als die meisteil christlichen Stadttheile. Einen Grund hierfür konnten wir nicht ermitteln. H.rr Frauberger geht dann zu den Außenansichten der Synagogen über. Auf dieselbe wurde aus verschiedenen Gründen in alter Zeit wenig Werth gelegt. Die uralte Karäer-Svnagoge in Jerusalem durste nur Meter über dem Straßenfußboden hervorstehen. Viele Svnagogen verrathen zwar in ihrer Außenansicht die Zeit der Entstehung, sprechen aber in derselben nicht den Zweck des Baues aus. Als Muster der Holzsvnagogeu wird diejenige in Fabludow aufgesührt, an welche sich diejenigen in Nasielsk (aus dem Jahre 1692) in Pogrebvsezere u. s. w. anschließen. Mathias Bersokn hat sowohl über diese, als auch über Steinbauten in Polen (Zarogrod, Zolticw rc.) in den Annalen der Krakauer Akademie der Wissenschaften manches veröffentlicht; doch bleibt nach der Meinung

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