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Im deutschen Reich · 1901-11-01 · Heft 11 (November 1901) · p. 637

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 11 (November 1901)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1901-11-01
Page
637 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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Vereinsnachrichten. 637 möchte ich nicht noch einmal zurückkommen. Sie haben in ihrem Kreise, meine Damen und Herren, so viel Männer, die Einfluß haben in der Presse, in den juristischen Kreisen, — ich glaube, wenn Sie diesen Einfluß eiusetzen würden, um endlich einmal zu einer Umgestaltung unseres Strafverfahrens zu gelangen, daß Sie damit ein wichtiges Mittel — nicht das einzige, auch nicht das wichtigste, aber daß sie damit ein Mittel in Bewegung setzen würden, um selchen traurigen Ereignissen in Zukunft vorzubeugen, wie diejenigen es sind, mit denen wir uns am heutigen Abend beschäftigen mußten.'' Nachdem auch diesen 'Ausführungen lebhafter Beifall gezollt worden, fand ein Antrag des Herrn Kaufmann Pincus, den Vortrag des Herrn Dr. Herwitz im Wortlaute in der Zeitschrift zu veröffentlichen und außerdem als Flugschrift zu verbreiten, einstimmige Annahme. Hierauf drückte Herr Rechtsanwalt Rudolf Hahn dem Vorstand Anerkennung dafür aus, daß er' mit den ausführlichen Darlegungen über den Stand der Konitz-Sache mit Besonnenbeil, Vorsicht und Gewissenhaftigkeit so lange gezögert habe, dis zu denselben der rechte Augenblick gekommen sei. Mit Vertrauen und Geduld babe die Mitgliedschaft auf diesen Moment gewartet, mit fester Zuversicht darauf, daß es so kommen müsse, wie es gekommen sei, darauf bauend, daß preußische Richter und Staatsanwälte unbekümmert um alle Parteistremungen Gerechtigkeit üben, und daß in Preußen deutsche Staatsbürger auch dann Recht finden, wenn sie jüdischen Glaubens sind. Das dankenswertste Beispiel des ebenso besonnenen wie Lhatkräftigen Vorstandes solle die Mitgliedschaft dadurch anerkennen, daß sie, dasselbe nachahmend, wenn noch eine Diskussion beliebt werde, in dieselbe mir derselben Ruhe und Vorsicht eintrete, nach außen aber sich alle Zeit bemühe, das Bild einer geeinigten Masse darzustellen. Hege die Versammlung dieselbe (Empfindung wie er, so solle sie sich au den klaren und erschöpfenden Darlegungen, die sie empfangen, genügen lassen und freiwillig auf eine Diskussion verzichten, die doch nichts Wesentliches zu dem stinzumgen könne, was zur Aufklärung der Konitz-Asiaire an diesem Abend gegeben worden sei. Er beantrage den Schluß der Diskussion in der Ueberzeugung, daß mehr nur weniger fein würde. Da dreier Vorschlag lebhaften Beifall erregte und dann einstimmig angenommen wurde, ging der Leiter der Versammlung zum nächsten Gegenstand der Tagesordnung über, bei dein er in gedrängter Kürze eine ganze Reihe geschäftlicher Mittheilungen machte, welche der Zuhörerschaft die erfteuliche Ueberzeugung geben

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