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Im deutschen Reich · 1901-10-01 · Heft 10 (Oktober 1901) · p. 547

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 10 (Oktober 1901)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1901-10-01
Page
547 (sequence 11)
Language
German
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Umschau- 547 Meinungen sein sollen", dann hätte das traurige „Wintermärchen" längst ein Ende gefunden. Das Judenthum hat schlimmere Stürme überdauert als die, welche es jetzt seit Jahrzehnten umtoben; das Christenthum wird aber von ihnen mindestens ebenso, wenn nicht schlimmer geschädigt werden, wenn seine Bekenner sich über den religionsfeindlichen Charakter der antisemitischen Strömung fortgesetzt täuschen. Die alldeutsche Bewegung in Oesterreich findet ihren Ausdruck in Schöneres „Unverfälschten deutschen Worten", in dem kürzlich ein Aufsatz stand, von dem die katholische „Köln. Volkszeitung" sagte, daß er „Sottisen auf das Christenthum" enthalte. Es heißt dort: „Fast zur selben Zeit wie die Hebräer-verbreitete sich auch die auf dem Boden Palästinas oder besser aus dem Sumpfe jüdischer Moral und Borniertheit entsprossene Neformbeweguug über die Länder des Occidents. Ihr Schöpfer hatte schon nach kurzer Zeit seine Bemühungen zur Besserung seiner Rasse (!) mit jenem Tode bezahlen müssen, den ein durch seine Priester sanatisiertcr Pöbelhaufe unter Bevorzugung eines notorischen Verbrechers von dem römischen Statthalter gefordert hatte, ein Beweis, wie Juda aufrichtig gemeinte, also gegen die eigene Niedertracht sich richtende Reformbestrebungen abthut. Naturgemäß konnten diese aus dem Geiste des Alten Testamentes sich entwickelnden und für die Besserung einer so niedrigstehenden Rasse bestimmten Ideen unmöglich das Höchste bieten, was Verstand und Charakter edlerer Nationen verlangen. In der That bewahrt ja auch der neue Bund, beziehungsweise die im Neuen Testamente zusammengefaßte Schriftmasse im wesentlichen den rassenjüdiscken Charakter. Das Christenthum, das in dem sinkenden, mit Fäulnißstoffen reichlich durchseuchten Römerthum mit seiner an allem zweifelnden und verzweifelnden Blasiertheit einen geeigneten Nährboden gefunden hatte, breitete sich nun auch mit Gewalt und List, ohne in der Unwissenheit der Germanen einen genügend starken Widerstand zu finden, über diese aus. Alle jene aus dem Judengeiste geborenen Lehren und Anschauungen, die in keiner Weise mit dem Charakter jener besseren Rasse vereinbar waren, brachen damit wie ein Jnfektionsstcff in die germanische Denkweise ein, verseuchten dieselbe zunächst vollständig unb versetzten sie in einen mehr als tausendjährigen Schlaf, der auch heute noch, wenn auch weniger fest anhält. Schon sehen wir aber, wie der Schläfer sich reckt und streckt, wie er, wenn auch noch vergeblick, versucht, den verderbenbringenden Schlaf abzuschütteln, um wieder zu werden, was er war." Eine solche von dem antisemitischen österreichischen alldeutschen Organ betriebene Hetze gegen die beiden christ-

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