Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1901)
- Article
- Das Ergebniß der Blutmord-Umfrage des germanischen Volksbundes
- Date
- 1901-10-01
- Page
- 520 (sequence 7)
- Language
- German
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c;;:sa auSzcichne», der in Ls» Lehre» ncHgtoit v\Q,l unmittelbar begründet ist. Wer das über diese.» LrrLreche» lagernde Dunkel aufhellen will, Lhnt gut, sich vorerst an der Fest-- stelluug der Thatfache, daß solche Morde vorksnuwr», genügen zu lasten und sich nicht noch obenein wir der Verpflichtung zu belasten, ihren rituellen Charakter zu beweise». Ich beMM daher die in Rede stehenden Fälle als jüdische VluLmorde." Ludere z. B. S3ad wolle» meist nur von „religiösen jüdischen Morden" im allgemeine» sprechen. Einige z. B. -Pastor Zeller behaupten, Latz alle Juden Lethriligt, mindestens Mitwisirr sind, aber dank der Solidarität des Judrnthums oder aus Furcht vor den „geheimen Oberen" nichts Lrrrathrn. Wiederandere z. B. der Oberbürgermeister Dr. Lueger- Wien glauben nur an die bekannte „Sekte". KrLstL sagt: „Es ist eine Thorheit, einen Nitualmsrd der gssarnwten Zudrnsthstr zur Last legen zu wollen". Ei» besonders Eingeweihter unterscheidet scharf zwischen den Nachkomme» der „fleißigen, tapferen, sittlich-religiösen .Ztreelitrn" und dem „in den arische» Lulturstaaten schmarotzenden, hernrnwandernde» und schachernden, feigen, .verlogenen und betrügerischen, tückisch grausame:!, häßlichen und krummen Händler- und Wuchervolk der Hebräer." Dieses braucht aus Befehl des „Wunder-Rabbi" gesundes, edles, geschachtetes Arierblut, das den Kindern, Jünglingen und Jungfrauen bei voLem Orwusitseln unter entsetzlicher Todesangst der „NRglülllichcn Opfer" entzogen wird." Blödsinn darf man diese Ausführungen nicht nennen, das haben'sich die Äntisccwit:» Msdrück« sich verbeten. Doch wollen wir die Worte eines Erstach wrS hierher setzen, des Dr. W. Hcntschel-SeifferSdorf: „Welche besonder::: Formen freilich diese ritualen Blutmordvorstellungeu in dem kassarischen (?) Romadenbewußtsein (vergl. unten) angenommen haben, kennen wir nicht wissen, so lange sie uns nicht, von den Eingeweihten ostenLast werden, was darüber von guten Antisemiten und schlechten Musikanten gefabelt wird, und zum Theil wohl auch i» dieser Antworten-Sammlung zum Ausdruck kommen dürfte —?•»::» Len wissenschaftlich Denkenden wenig interessieren. Thatsachen sind eines und Phantasien ein anderes." Ah! Endlich ein vorurtheilsfrcier Kopf, wird man LnSrnfeu. Er rechnet sich auch selbst zu. denen, „die in de» Abgrund hinsoliLen, weil ein Gott ihre Auge»' schärfer machte." Jndeste» ergeht sich auch dieser Herr in den kühnsten Deduktionen darüber, ob „die moderne jüdische . Blutmordpraxis mehr einem - ostjüdisch-karische» oder »or- MLNnisch-karischeu Ritual entsprungen ist", er fabelt „vor: der jährliche» Heerschau, die Juda in de» Llnünordrn abhält und Lurch die