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Im deutschen Reich · 1901-10-01 · Heft 10 (Oktober 1901) · p. 515

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 10 (Oktober 1901)
Article
Das Ergebniß der Blutmord-Umfrage des germanischen Volksbundes
Date
1901-10-01
Page
515 (sequence 2)
Language
German
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. . ' ■' :A'> t:: -jX- 3eitun{-3,!;Lächler, drrr üuiifrmitrschen Sbyoxlzzim OZQl, bekannt durch seine hlliawntcnllage, den Prager Pwleffor Nshling, hx von Straü öffentlich d:Z Meineides und grober Fälschung geziehen wurde, ohne Laß er gerichtliche Schritte.gegen diese Oeschulrigung erhob, ferner vr. rnsä. Stille, rühmlichst als Antisemit durch seine Schriften LeDnnr, „chur-strnalcr" Vindewald, Max Brwer, den Text» Lieferanten der antisemitischen BilderSoge» zu Dresden, Br. Grefe, ebenfalls eine bekannte arische Größe, Memrninger zu Würzburg, drei oder vier Pfarrer, darunter Herrn Krö-ell u. a. auf gleicher Hohe stehende Nersönlichrciten und leider auch einen deutschen Oberlehrer, Bensemer, in Thorn, dessen Krastlerstunge» in dieser Zeitschrift bereits gebührend gewürdigt sind. Er beruft sich auf eine Schrift des jetzt zu 6 Monaten Gefängniß verurthrrlterr Rrtualmord» Sachverständigen Dewald und deutet in Zarter Weise ein snmrnarffches ^erfahren als das-geeignetste Mittel an „— denn die sogenannten Knirurstaaten scheinen zur AnSrottung oder auch nur UnterdrüLung nicht im Stande zu fein." Zeder denke ritterlich sich dabei das feine! — Der von: Germanischen Volksbunde versandte Fragebogen enthält folgende Fragen: 1) a. Giebt es nach Ihrer Ansicht Juden, die zu rituellen, religiösen oder sonstigen anderen Zwecken Menschenblut gebrauchen und darum Leu Ritualmord oder BlutmorL begehen? d. Lnd womit örgründea Sie Ihre Ansicht? 2) Denn Sie von der Wahrheit dieser Beschuldigung überzeugt sind, a. Wodurch erklären Sie deren Berechtigung und welche Beweggründe nehmen Sie (seitens der Juden) an? d. Las halten Sie für das geeignetste Mittel zur Ausrottung dieser entsetzlichen Verbrechen?- Vom Vorkommen jüdischer Ritual- oder BluttnorLe mehr oder weniger fest überzeugt sind — 5 oder 6 anonyme abgerechnet — 16 „Autoren". Denn rras das Ergebnis zusammenfaffen -will, so. kann man noch nicht einmal sagen: partsriaai sioatcs, nascetur tidicolss rnns; denn es ist selbst nicht eine LstanS herauögerommen. Die Umfrage, die „die erwünschte Klarheit" schassen sollte, ist mit großer Wichtigthuerei und der.; WLttelchen großer Gelehrtheit verbrämt in die Welt hinsuZgrsandL worden. Der es über sich gewonnen hat, die einzelnen, oft recht weitschweifigen Antworten zu lesen, wird bei Len meisten schwanken, ob ihn mehr das Gefühl der Empörung oder das der VelustigML ürermemnt, der Empörung darüber, daß man so

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