Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1901)
- Article
- Das Ergebniß der Blutmord-Umfrage des germanischen Volksbundes
- Date
- 1901-10-01
- Page
- 516 (sequence 3)
- Language
- German
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viele elenden Verleumdungen einem deutschen Leserpublikum vorfetze» kann, der Belustigung über das, waS die Meisten dieser Leutchen Logik nennen, und darüber, wie der eine eine Ansicht mit dem Brusttöne der Ueberzeugung verficht, während der andere für die diametral entgegengesetzte mit demselben Brusttöne der Neberzeugung eintritt. .• Selbst über de» Werth der Umfrage sind die Ansichten schon ge» theilt. So schreibt der Herausgeber des „Antisemitischen Jahrbuches", Or.chsi i c f c: „Ich habe eine große Abneigung gegen solche Kundfragen, die meist von beichäftigungslosen Journalisten veranstalt-et werden, wenn ihnen gerade nichts anderes etnfällt, oder von jüdischer Seite zur Verwirrung der Geister, wenn man sich anders nicht mehr zu helfen »riß.. Statt durch Gründe sucht man in diesem Falle durch dir Masse der Gutachter zu wirten, die von vornherein so aus» gewählt werden, daß das Ergebniß die gewünschte Färbung bekommt, und die nur zu oft von der Sache, über dis sie sich zu äußern ringeladen werden, garaichtS verstehen." Wahrend die eiuerr^ihre Weisheit über Kahal, Shsssidim, die geheime» Oberen der Juden, Bluthund, Entführung, Mazze-Baüen rc. von gelausten Juden oder von geisteskranken, wie Landau in Pforzheim, aber dem dummen Alex in Könitz, der bekanntlich gernicht so dumm ist, haben, heißt cö in einem Gutachten: Wir dürfen überhaupt die Inden in «Le» sie betreffenden Fragen niemals als einwands. freie Zeugen gelten lasten, auch dann nicht, wenn sie scheinbar voller sittlicher Entrüstung gegen das Zudenthrrm aus- .sage». In diesem Falle liegt nämlich, 'die Gefahr vor, daß sie aus persönliche? Liaucune oder um die Antisemiten zu düpieren, die Wahrheit fälschen., Lug und Trug, spitzfindiger Doppelsinn und kunstvolle Verdrehung der Thatsache» liegt Leu Juden ebenso sehr im Blute wie der Wucher. Endlich verhindert ihn die angeborene Enge und MiNderwerthigkeit seines Intellekts auch dann an der klaren Erkennt» mß der Wahrheit, wenn er den ehrlichen Willen hat, sch zu erfassen." . Zm Gegensatz, wieder zu dieser Ansicht von dem minderwertige» Intellekt der Juden spricht der Pfarrer Baltzer von dem „geistigen, sittlichen, wirthfchaftllchcu ganz unberechtigte» UcLergswicht". Die .Beweggründe für Blutmord vermag-er nur in wüthendem Christenhaß zu finden. Der „ehrwürdige Vater" des KastorS Baltzer dagegen, der auch an „LLschlachtungen, um Blut zu gewinnen", glaubt, meint, „man braucht gar nicht an Chnstenhaß zu denken". , . ' ' Die Leiden letztgenannten Herren Kastore» habe». die Liebcns» ,Würdigkeit mit Nachdruck Zu betonen, „eS ist nicht Lars» Zu denken,