Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1901)
- Article
- Das Ergebniß der Blutmord-Umfrage des germanischen Volksbundes
- Date
- 1901-10-01
- Page
- 514 (sequence 1)
- Language
- German
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c 'SSO des :udLS. Das große Werk liegt vollendet, vor uns: „Juden und juden. dienerische Größen sind es nicht, die sich bei dieser Umfrage geäußert haben", sagt die „SLaaLsbürger-Zeitung", „aber man wird uns wohl gestatten müssen, daß wir unsere Größen höher einschLHen. als die vom Schlage der Strack und Genossen". Wer sind diese Größen? Wer sind „diese hervorragenden Männer der Wissenschaft und des praktischen Lebens" und welches ist das Resultat „der mit großem Tamtam in's Werk gesetzten Umftage über den Blutmord"? Wir finden die „Gutachten" in einer großen Zahl von Nummern der „Staatsbürger-Zeitung", beginnend in Nr. 340, veröffentlicht. Zunächst sehen wir da viele, die nicht da sind. Wo ist der edle Graf Pückler? Warum „drischt" er nicht mit? Sollten einen derartigen urgermanischen Ritter ohne Furcht und Tadel jetzt die „famosen , Kerle" schrecken, wie er einst seine Richter so freundlich titulierte, bevor sie ihm die famose Geldstrafe zudiktiert haben? Warum überging man den Rektor aller Deutschen, den „Verleumder und Ehrabschneider" Herrn Ahlwardt? Wo ist der vom Redaktions-Sessel in das Zuchthaus gewanderte Herr von Hammerstein? Warum ist sein Freund, Herr Hofprediger a. D. Stöcker, nicht unter den Kämpen? Manche andere, die es auch ebenso gut wissen müßten, was die Umfrage beantwortet haben will, sind nicht am Start erschienen. Der König rief, nicht alle kamen. „Daß einige anonym und andere aus Judenfurcht garnicht geantwortet haben, ist leider richtig", klagt die „Staatsbürger-Zeitung". Indessen beschäftigen wir uns mit „jenenwackeren deutschen Männern, die den Muth hatten, trotz der zu erwartenden giftigen Angriffe des Hebräerschmocks. frei und offen ihre Meinung Zu sagen". Von 50 beftagten Persönlichkeiten haben etwa 30 geantwortet, darunter ewige anonym (!) und etliche sogar in einem den Fragern keineswegs erwünschten Sinne, trotzdem die. „Gutachter" selbstredend mit antisemitischer Brille ausgesucht waren. Unter den Gewährsmännern für das Bestehen des Ritualmordes oder Blutmordes finden wir — risom ieneati3 amici — den „Schriftsteller" alias „Staatsbürger-