Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 9 (September 1901)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1901-09-01
- Page
- 469 (sequence 6)
- Language
- German
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jchienene Aufruf Wilbergs an alle Antisemiten, welchen wir bereiti i unserem Juniheft (S. 351) eingehend besprochen haben, enthielt, nach .. ... Worten des -Professors Dr. Paul Förster (in der „Sachsenschau" b-:.; 1. Sept.) „eine Be- und Verurtheklung des landläufigen Autiscmiüsmmst wie er namentlich in Berlin sein Wesen getrieben hat und weiter treibt." Das Hamburger „Deutsche Blatt", welches die Liebermünnsche deutsch-soziale Richtung des Antisemitismus vertritt, glaubte die Anklagen Wilbergs damit Zu entkräften, daß sie „dem Deutschen Volksbund" der Herren Förster, von Mosch und Wilberg unlautere Konkurrenz innerhalb der antisemitischen Bewegung vorwarf und das dabei sicher ganz unbeteiligte Judenthum mit hineinzog. Es schrieb: „Es ist ja . . . etwas Natürliches, daß ein Unternehmen, das sich selbst in empfehlende Erinnerung bringen möchtest die „Konkurrenz" etwas heruntermacht; wenigstens auf dem MLhlerrdan:rn,. dem Leipziger Brühl und anderen Sammelpunkten der Betriebsamkeit ist dies Verfahren durchaus gang und gäbe. Aber etwas irr dem Augenblick, wo man es verdammt, selbst thun, das dürste denn Loch ungefähr jenem KonfektisnSjuden ähnlich schm, der in seitengroßcn Anzeigen anumdlgte, daß er billig verkaufen könne, weil sein Scs'st'sc nicht mit Acklameuukostcn belastet sei." — Die Herren Prrststtr Dr. Förster und I. Wilberg sind darauf die Antwort nicht sthuttch geblieben; was sie dabei von den „Thorheitcn und Quertrcibercwn^ der üntstemitifchen Bewegung sagen, ist vielleicht ebenso richtig r.tt die Prophezeiung ihrer Segne? im „Deutschen Blatte", „daß die nächsten Reichstagswahlerr unter dem Zeichen der neuen Selostbeschmutzrrng eines Führers des „Deutschen Volksbundes" stehen durften. Von dem Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs, den Las Her.:- . burger Organ der deutsch-socialen Partei dem auttscuntischen „Deutschur Volksbund" macht, ist kürzlich auch der durch das genannte Organ mitvertretene „Deutsch-nationale Handlungsgehilfen - Verband" getroffen worden, weil derselbe, wie vielfach berichtet worden ist, auf dem Sommerfest eines anderen HandlungSgchilfen-VereinS Mitglieder zu werben versucht hüben soll. Dies wurde aber in einer BerlWm Versammlung der.Deutsch-Nationalen mit de? Versicherung in Abrede gestellt, es hätten nur einige ihrer Mitglieder „die Ziele und ihres Vereins gesprächweise dargelegt". Dem Vorwurf, daß der Vercm mit seine? Mitgliederzahl prunke und in seiueu Rechen. vitte „Muß-DeuLsch-NaelonLle" zähle, begegnete der Vorsitzende, Hfmm Döring, durch die tröstliche Dersichcrung: „Jeder kann bei uns treten, wenn er will; die Bedingungen werden ihm Lei sWwm Wtritt bekannt gegeben", dem Vorwurf konfessioneller BeschraWung A.rb,