Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 8 (August 1901)
- Article
- Berlin
- Date
- 1901-08-01
- Page
- 417 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Korrespondenzen. 417 nüuftigen Ausgleichung und des guten Willens. Im Schoße der Zukunft ruhen gewiß noch die mannigfaltigsten Formen nationalen Gemeinschaftslebens innerhalb der umfassenderen Organisation des ganzen Erdenlebens. Nachdem gewisse national^ Konzentrationen vollendet sein werden, deren Entwicklung in Verbindung mit dem jähen Wettkampf der so schnell-emporgestiegenen Weltwirtschaft die mildernden Umstände für die politischen und nationalen Parorysmen der Gegenwart abgiebt, wird sich mit der Erfahrung, daß es unmöglich ist, alle Volks-Existenzen als gesonderte Staatsbildungen zu gestalten, sicherlich eine große Bewegung zu Gunsten eines feineren ^Gemeinschaftslebens der Staaten miteinander in Gestalt von Gruppen vereinigter Staaten erheben, und zwar mit Erhaltung begrenzter Selbstständigkeiten, wie im Deutschen Reiche, . und unbekümmert um die Regierungsform der einzelnen Staaten. Erblicken wir doch schon jetzt eines der innigsten Bündnisse Ln Eurckpa zwischen einer radikalen Republik und einer absoluten Monarchie. Dann werden sich auch die national durch Stammeseigenthümlichkeiten und gemeinsame geistige Heiligthümer verbundenen, aber den verschiedensten Staaten angehörenden Theile der Bevölkerungen offen und loyal, unbeschadet ihrer treuen Zugehörigkeit zu dem Bereich der verschiedenen Staaten, in fteien Formen miteinander verbinden." Herr Rabbiner Dr. Plant in Frankfurt a. M. schreibt uns: „In der Nr. 6/7 Jahrgang VII der Zeitschrift „Im deutschen Reich" wird ans Seite 317 aus der Sitzung des Eentral-Ausjchufles des Rabbiner-Verbandes in Deutschland vom- 3. Juni mein Referat über das Gutachten des Rabbiners Or. Leopold Stein gegen das Schächten erwähnt. Meine diesbezüglichen Bemerkungen beschränken sich auf den Hinweis, daß Stein, als er seine „Schrift des Lebens" verfaßte, in welcher sich jenes Gutachten befindet, nicht mehr Rabbiner der Gemeinde in Frankfurt a. M. gewesen ist, sondern aus diesem Amte bereits geschieden war. Die weiteren Bemerkungen über Steins Verhältniß zum Judentum wurden nicht von mir gemacht." Wir bemerken hierzu, daß wir die betreffenden Aeußerungen Wort für Wort dem in der No. 23 der „Jüdischen Presse" vom 7. Juni enthaltenen Berichte entnommen haben, an dessen Richtigkeit zu zweifeln wir keine Ursache hatten. Ueber die Jaeobson-Schule in Seesen, Die im September d. Js. ihr hundertjähriges Stiftungsfest feiert, wird dem „Berl. Tgbl." berichtet: „Von dem damaligen Kammeragenten Israel Jaco.bson unter dem unmittelbaren Eindruck der freiheitlichen Ideen der Revr>