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Im deutschen Reich · 1901-05-01 · Heft 5 (Mai 1901) · p. 259

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 5 (Mai 1901)
Article
Die Juden als Soldaten
Date
1901-05-01
Page
259 (sequence 2)
Language
German
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Die Juden als Soldaten. 259 „Daß der Herr Benjamin Müller, als Freiwillig bey der 4tcn Comp, des I Len Bataillons 33ten Jnfanteria-Regiments bei mir, dem Unterzeichneten, approbierten Fechtmeister der hiesigen Akademie, nach dem genossenen Unterricht, es in der Fechtkunst durch ausgezeichneten Fleiß und Selbstübungen, so weit gebracht hat, daß er im Stande ist, r.unmehro auf den Hieb und Stich, selbst Andern richtige Begriffe und Ausübung der Kunst beizubringen, habe ich demselben, mit dem Bemerken, daß er selbst in den bei mir stattgefundenen öffentlichen Uebungen Beweise seiner Fertigkeit im Fechten abgelegt hat, 'hierdurch pflichtmäßig attestieren wollen. Große Fechtschule zu Graudenz gez. Ravier, 4Len September 1826. akademischer Fechtmeister." „Dem Landwehr-Unteroffizier Benjamin Müller aus Stuhm, Kreis Stuhm, Marienwerder'schen Regierungs-Bezirks gebürtig, 36 Jahr 2 Monat alt, von der 7ten Compagnie des 2ten Bataillons (Marienburgischen) 5ten Landwehr-Regiments wird, nachdem er 17 Jahr und zwar: Ein Jahr als einjähriger Freiwilliger im Königl. Preußischen 33ten Infanterie-Regiment (1 tc Reserve), zwei Jahr 6 Monat in der Reserve, sieben Jahr im ersten- und sechs Jahr 6 Monat im zweiten Aufgebot der Landwehr treu und ehrlich, wie es einem braven Soldaten geziemt, gedient und, da er auf keine Weise Ansprüche auf Jnvaliden- Wohlthaten zu machen hat, hiermit seine Entlastung aus dem 2ten Aufgebot der Landwehr gesetzlich ertheilt, und tritt derselbe zum Landsturm seiner Heimath über. Der Unteroffizier Müller hat die Uebungen 1823 und 1827 mitgemacht. Marien bürg den 1. May 1837. gez. v. Cbamier. Sr. Majestät des Königs von Preußen Allergnädigst bestallterMajor,Commandeur des 2ten Bataillons (Marrenburgischen) .'>ten Landwehr-Regiments und mehrerer Orden Ritter." Die deutschen Soldaten jüdischen Glaubens haben sich als tteue Söhne und brave Vertheidiger ihres Vaterlandes auf dem Felde der Ehre bewährt; sie haben dabei aber auch ihrer Religion Ehre gemacht, die sie zur Vaterlandsliebe und zu heldenmütigem Verhalten anspornt. Deshalb sollte auch für die religiösen Bedürfnisse der jetzigen jüdischen Heerespflichtigen Sorge getragen werden. Da von einem Mitgliede des Centrums neuerdings in dankenswerther Weise im Reichstage der Mangel einer geordneten Seelsorge für die jüdischen Soldaten

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