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Im deutschen Reich · 1901-05-01 · Heft 5 (Mai 1901) · p. 258

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 5 (Mai 1901)
Article
Die Juden als Soldaten
Date
1901-05-01
Page
258 (sequence 1)
Language
German
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2 53 Fm t>cutfd)cn Reich. Die 3it8<m als Soldaten. VII. M’m Heft Nr. 2 des Jahrgangs 1899 dieser Zeitschrift ist s. Z. E bereits ein Auszug aus einem Leitartikel gebracht worden, den die konservative „Elbinger Zeitung" aus Anlaß des 190jährigen Bestehens des ostpreuß. Regiments No. 33 (jetzt „von Roon") veröffentlicht hat. In jenen! Artikel wurde über den ruhmreichen Antheil des Negimento an der Schlacht an der Hallue (22-/23. Dezember 1870) berichtet- „Querieux war genommen und eben auch waren die Franzosen aus Pont Noyelles zurückgetrieben, als die 38 er von den Höhen nördlich dieses Ortes Artillerie und Gewehrfeuer bekamen. „Kinder, heute ist ein Tag für die Ostpreußen! Entweder das Hölzerne oder das Eiserne Kreuz!" Mit dem Rufe stürmte der Füsilier Alexander Müller einer Abtheilung von etwa 30 Mann des Schützenzuges der 5. Compagnie voraus und einer Anhöhe zu, die von feindlichen Geschützen gekrönt war. Vicefeldwebel Kiesing, der Zugführer, hatte wohl eigentlich beabsichtigt, am Abhange vorläufig Deckung zu nehmen, nun aber ging's zum Angriff, und — der gelang — unter Hurrah wurde die Stellung genommen — der Feind floh. Ein Geschütz blieb in den Händen der Schützen, und der Füsilier Müller, der eigentliche Urheber des kühnen Anlaufes gegen große Uebermacht, vernagelte selbst das Geschütz durch Eintreiben eines Entladestockes in das Zündloch, den er dann abbrach. Von den 30 Mann kamen nur w zurück, denn bald erkannte der Feind die Schwäche der muthvollen Schaar und rückte von neuem vor. Viele der tapferen Ostpreußen ruhten bald unter dem hölzernen Kreuze — nach ehrenreichem Soldatentode. Alexander Müller aber, der bei Gravelotte durch einen Granatsplitter verwundet, erst kürzlich geheilt von Köln zurückgekehrt war, wurde mit dem „Eisernen" belohnt und lebt als Kaufmann in Elbing. Das konservative Blatt fügte hinzu: „Erwähnenswerth dürfte noch sein, daß Herr Alexander Müller einer alten jüdischen Militärfamilie (den damals sogenannten Schutzjuden) entstammt." — lieber die militärische Thätigkeit des Vaters des Herrn Alexander Müller, der wie später sein Sohn hei den 33ern diente, berichten nachstehende Zeugnisse, die uns im Original Vorgelegen haben:

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