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Im deutschen Reich · 1901-02-01 · Heft 2 (Februar 1901) · p. 74

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 2 (Februar 1901)
Article
Das Tödten der Schlachtthiere
Date
1901-02-01
Page
74 (sequence 2)
Language
German
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74 Im deutschen Reich. Strömung Konkurrenz machen zu können meinen. Es ist bedauerlich, daß sich in solchen Kreisen einzelne Thierärzte zu finden pflegen, welche trotz der zahlreichen Gutachten sachverständiger Autoritäten, diesen Versuchen Vorschub leisten, indem sie an der Schächtmethode eine scheinbar fachwissenschastliche Kritik üben, bei welcher sie die nur ganz vereinzelt sich bei dem Schächten zeigenden Mißstände als Regel darstellen, während die unendlich häufigeren Unfälle bei dem Keulenschlag mit Stillschweigen übergangen werden. Wenn diese antisemitischen Lhierärzte einen Haupttrnmps ausspielen wollen, dann kommen sie gewöhnlich mit der Behauptung, daß das „Niederlegen" des Thieres vor dem Schächten stets mit einer argen Quälerei verbunden sei, daß dieser Umstand aber von den vielen Professoren, welche sich für das Schächten ausgesprochen, nicht hätte gewürdigt werden können, weil darüber „Theoretiker" kaum richtig urtheilen dürften. Dieser Behauptung steht die Thatsache gegenüber, daß keineswegs nur Theoretiker, sondern auch eine ansehnliche Anzahl praktischer Thierärzte und Schlachthofverwalter die angebliche Grausamkeit des „Nicderlegens" entschieden in Abrede stellen. In der mehrfach erwähnten Gutachten-Sammlung finden sich die Namen vie.er solcher fachmännischer Autoritäten; es sind dies folgende Männer, denen Niemand praktische Erfahrungen absprechen kann: Polizeithierarzt Adam-Augsburg ('Gutachten-Sammlung S. 11); Probstmayer, Kgl. bayer. Negiments-Thierarzt ui München (S. 8); Dr. Hertwig, Städtischer Oberthierarzt in Berlin (S. 25); vr. Mehrdorf, Veterinär-Assessor und Depanemeuts-Thierarzt für den Rgbz. Ostpreußen, in Königsberg (2.61); vr. Lustig, Prof, an der thierärztl. Hochschule und Departemento-Thierarzt für den Rgbz. Hannover (S.65): Deigendesch, Großherzogl. Landesthierarzt für Mecklenburg-Schwerin (S. 66); Lungers Hausen, Landesthierarzt für Schaumburg-Lippe (S. 68); Fenn er, Polizei-Thierarzt in Lübeck (S. 69); Mag in und Moelter, Städtische Obenhierärzte in München (S. 71); Koch, Direktor des städtischen Schlachthauses in Stettin (S. 73); Simon, Schlachthaus-Direktor in Rathenow (S. 75); Goltz, Schlachthaus- Direktor in Halle a. S. (S. 76: „Der Vorwurf, daß das Niederlegen schon an sich Thierquälerei sei, ist einfach lächerlich"); Huch, Kgl. Ober-Roßarzt in Breslau (S. 77); Völkel. Direktor des städt. Schlachthofes in Elbing (S. 80); Allmeier, Schlachthos-Dircktor in Tilsit (S. 81); Stier, Schlachthof-Vorsteher in Lauenburg i. P. (S. 85); Erdmann, Schlachthof-Vorsteher in Anklam (S. 85); Birr, kontrolierender Thierarzt des städt. Schlachthauses zu Güstrow (S. 86); Siebert, Schlachthof-Jnfprktor in Rostock (S. 87); Wiese, vereidigter thierärztlicher Sachverständiger in Neu-Ruppin (S. 87):

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