Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1900-03-01 · Heft 3 (März 1900) · p. 161

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
6 (1900)
Issue
Heft 3 (März 1900)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1900-03-01
Page
161 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2316602-2316663-2316667--06553-2325728
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Vereinsnachrichten. 161 Stimmen betrauten vier Dereinsmitglieder berichtet, daß die Wiederwahl der ausscheidenden neun Vorstandsmitglieder säst mit Einstimmigkeit erfolgt sei, indem im Ganzen nur von vier anderen Herren einer zwei Stimmen, drei je eine Stimme erhielten. Sowohl in Bezug auf den bereits erwähnten Antrag, die Rede de8 Herrn Dr. Fuchs drucken und verbreiten zu lasten, als auf eine Anregung, häufiger als bisher lokale Versammlungen in den einzelnen Stadttheilen Berlins zu veranstalten, sagte der Vorsitzende die Erwägung durch den Vorstand zu. Die vom Vorstand vorgeschlagenen Statutenänderungen, welche nur den Zweck haben, die Eintragung in das Vereinsregister zu ermöglichen, wurden mit einigen vom Herrn Redakteur M. A. Klausner beantragten und vom Vorstand gebilligten redaktionellen Abänderungen von der Versammlung einstimmig genehmigt. An der Diskussion über den Dortrag betheiligten sich die Herren Bendix, Goldschmidt, Dr. Holz, Rob. Wohlberg und Stadtverordneter Julius Wallach. Der letztere erklärte sich grundsätzlich gegen Errichtung neuer jüdischer Schulen, rieth aber auch davon ab, die städtische Schuldeputation um Errichtung einer höheren Töchterschule in Berlin W. anzugehen. Die von dem Ausschuß der Deputation angestellten Erörterungen hatten ergeben, daß eine eigentliche Schulnoth gar nicht existiere, vielmehr im Westen gute Privatschulen vorhanden seien, in welchen noch viele Kinder Aufnahme finden könnten. Herr cand. med. Carl Lewin verwies darauf, daß die jüdischen studentischen Verbindungen bestrebt seien, die Tendenzen des Central-Vereins im studentischen Leben zu bewähren und deshalb reges Jntereffe verdienen. Nachdem der Vorsitzende betont hatte, daß die Breslauer studentische Verbindung „Viadrina" den Gedanken der „Selbst, vertheidigung" zuerst zum Ausdruck gebracht habe, und daß auch die hiesige jüdische, studentische Verbindung „Sprevia" Bestrebungen huldige, welche denjenigen des „Central-Vereins" kongenial seien, wurde die Versammlung kurz vor Mitternacht geschlossen. An demselben Abend fand in dem großen Saale der „Lessmg- Loge" in BreSlau eine sehr zahlreich besuchte Versammlung der dortigen Mitglieder des Central-Vereins statt. Der Vorsitzende, Herr Dr. Reich, welcher sechs Herren zu Beisitzern berufen hatte, führte in der Eröffnungsansprache aus, daß diese Versammlung sich von dm beiden früheren, derm erstere eine größere Mitgliederzahl erstrebte und erreichte, deren zweite die Leistungm des Vorstandes durch seine Rechtsschutz-Kommisston und auf anderen Gebieten klarstellte, dadurcb unterscheide, daß ein Dortrag seitei.S eines Breslauer

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.