Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 5 (1899)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1899)
- Article
- Berlin
- Date
- 1899-12-01
- Page
- 663 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2316602-2316650-2316662-2325094--06112-2325201- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
rkorrespondenzen. 668 Berlin Geschichte, Naturwiffenschaft, Jurisprudenz, Philosophie, wurde in Bern Professor und Rektor, 1867 in Berlin Lehrer, an der Kriegsakademie und 1873 ordentlicher Honorav-Profeffor für Philosophie an der Berliner Universität. Mit seinem jüngst verstorbenen Schwager Professor Steinthal gab er die „Zeitschrift für Völkerpsychologie" her« aus. Von seinen Werken sind die bekanntesten: „Das Leben der Seele", „Ideale Fragen", „Treu und frei" (Vorträge), „Der Prophet Jeremias" und seine „Ethik des JudenthumS", deren 2. Band demnächst erscheinen soll. Im Alter von 66 Jahren ist am 4. Dezember der frühere Mit» inhaber der Firma Herrmann Gerson, Albert Philipp Meyer, nach längerem Leiden verschieden. Der Verstorben«, der zu den Repräsentanten der Berliner jüdischen Gemeinde gehörte, hat sich auf den verschiedensten Gebieten als ein hervorragender Menschenfreund bewährt und sich wohlverdiente hohe Achtung erworben. Unserm Ver» «ine gehörte er seit der Begründung desselben als treues Mitglied an. In der Nacht zum 13. Dezember entschlief im Alter von nur 56 Jahren nach kurzem Krankenlager der Kommerzienrath Julius I s a a c, Mitinhaber der bekannten Fischbeinfabri! Mann Jsaac, deren Erzeugnisse einen weitverbreiteten Ruf haben. Der Verstorbene, einer der Begründer unseres Vereins, hat auch viele andere gemeinnützige Vereinigungen in hingebendster Weise gefördert. Bei der Trauerseier am 15. d. M. waren Vertreter unseres Vereins und zahlreicher Anstalten und Vereine, deren thätiges Mitglied der Verstorbene gewesen war, so des Kaiser und Kaiserin Friedrich-Krankenhauses, des Kolberger Kurhospitals, des Brüdervsreins, der Gesellschaft der Freunde und anderer wohlthätiger Institute anwesend. Herr Rabbiner Dr. Maybaum hielt die Trauerrede, in der er die vielen Verdienste des Verstorbenen um das Gemeinwohl würdigte. Hierauf sprach Dr. Gustav Karpeles im Namen der jüdischen Lesehalle noch ein kurzes Abschiedsnachwort. . In der letzten Woche des November hat das Bureau deS Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes an sämmtliche jüdischen Gemeinden Deutschlands, sowie an sämmtliche wichtigeren jüdischen Institute und Vereinigungen Fragebogen verschickt, um das Material für einen im April k. I. erscheinenden Nachtrag zum XIV. Jahrgang des „ S t a t i st i s ch e n Jahrbuchs" zu beschaffen. Wegen der großen und anerkannten Gemeinnützigkeit der vom D.-J. G.-B. geleisteten statistischen Arbeit, von deren Zuverlässigkeit oft vieles für Gemeinden und Private abhängt, empfehlen wir den Empfängern der Frageblätter im allgemeinen Jntereffe eine möglichst genaue und sorgfältige Beantwortung.