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Im deutschen Reich · 1899-11-01 · Heft 11 (November 1899) · p. 613

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
5 (1899)
Issue
Heft 11 (November 1899)
Article
Berlin
Date
1899-11-01
Page
613 (sequence 8)
Language
German
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Korrespondenzen. 618 schuß des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes beschlossen: „Der Deutsch-JSraelitische Gemeindebund erklärt sich im Prinzip bereit, mitzuwirken zür Errichtung der Arbeiterkolonie für jüdische Vaganten, indem er als Erwerber des Ludwig I. Meyer'schen Grundstücks in Weißensee bei Berlin und als Empfänger des von der „I. C. A." zugesagten Darlehns auftritt. Zur schnellen Erledigung der an den Meyer'schen Schenkungsakt sich anknüpfenden Rechtshandlungen wurden die Herren Assessor Dr. Apt, Justizrath Dr. Apolant, Justizrath Hermann Stern I und Rechtsanwalt und Nolär Timendorfer der Kommission zur Bekämpfung ver Wanderbettelei zugewählt, und es steht zu hoffen, daß die rechtlichen Formalitäten ohne allzugroße Schwierigkeiten und in kurzer Zeit erledigt sein werden. Inzwischen nehmen die auf Verbesserung der Organisation in der Armenpflege gerichteten Bestrebungen ihren Fortgang- und es ist mit großer Freude zu begrüßen, daß am 22. Oktober d. I. in Frankfurt a. M. unter großer Betheiligung wichtiger Gemeinden ein „Südwestdeutscher Verband israelitischer HikfSvereine" begründet wurde, in dessen Statuten die Beschlüsse der „Kommission zur Bekämpfung der Wanderbettelei", wie sie in den „Mittheilungen Nr. öl" vom Deutsch-Israelitischen Gemeindebund veröffentlicht sind, als Richtung gebend, zum Ausdruck kommen. Diese Statuten sind geeignet, bei den für die Provinzial- und Bezirksverbände geplanten ähnli^yen Organisationen zum Muster zu dienen, und es ist nicht zuviel gesagt, wenn der verdienstvolle Vorsitzende des „Israelitischen Hilfsvereins" in Frankfurt a. M. und Einberufer der konstituierenden Versammlung, Herr Charles. Hallgarten, betonte, daß der neue Verband das Fundament bilden werde, für welches die in Berlin geplante und zum Theil schon durchgeführte Centralisisrung der Oberbau fein wird. Zum Schluß sei noch hervorgehoben, daß die von der „Kommission zur Bekämpfung der Wanderbettelei" als nothwendig erachtete Einrichtung fernerer „Bureaux für Arbeitsnachweis"- gleichfalls fortschreitet, und daß in nächster Zeit solche Bureaux in Hamburg und Posen eröffnet werden sollen. Am Donnerstag, den 5. Oktober, trat im Bureau des Deutsch- Israelitischen Gemeindebundes das Preisrichterkollegium zu gemeinsamer Feststellung des Ergebnisses des im Mai v. I. veranstalteten erneuten Ausschreibens, betreffend „die Schulbearbeitung der Grundsätze der jüdischen Sittenlehre", zusammen. Die am Erscheinen verhinderten Mitglieder hatten ihre Voten schriftlich zur Verfügung gestellt. Das Preisrichterkollegium sah sich auch diesmal zu seinem Bedauern nicht in der Lage, einer der 7 ein-

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