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Im deutschen Reich · 1899-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1899) · p. 365

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
5 (1899)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1899)
Article
Berlin
Date
1899-06-01
Page
365 (sequence 5)
Language
German
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Korrespondenzen. 865 nie Ruhende, Unermüdliche, zur Erreichung des Endziels das Beste beitragen wird. . . . Die Gabe, für sich selbst Besitzthümer zu sammeln, ist ihm versagt, trotzdem er an Bedürfnißlosigkeit wohl einzig dasteht. Wohl wird er seine zahlreiche Familie erhalten, so lange er lebt, aber die Art seines Kampfes macht «in frühzeitiges Ableben nicht unwahrscheinlich." Die „Berl. Ztg." bemerkt hierzu: „Wir wünschen besten Erfolg. Vielleicht gelingt es dem Rektor a. D., auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege „Besitzthümer zu sammeln". Vielleicht wird schon alsbald nach Beendigung der jetzigen eine neue Sammlung eröffnet zur Beschaffung der Kosten für ein Ahlwardt'sches Erbbegräbniß im Hinblick auf sein „nicht unwahrscheinliches frühzeitiges Ableben". Die „Israelitische Rundschau" schreibt: „Die „Staatsbürger- Ztg." mag zwar die Juden nicht leiden, doch ihre Annoncen nimmt sie gern, und nicht minder ihre gut bezahlten Reklamen. Und sie thut in besonderen Falken auch noch im redaktionellen Theile ein Uebriges. So findet sie die Mauschelproduktionen des B u d a - pester Possentheaters wichtig genug, um unter der Rubrik „Letzte Nachrichten", unmittelbar nach dem Berichte über den Empfang des deutschen Kaisers in Kassel, einem Bericht über di« Eröffnungsvorstellung des genannten „Kunstinstituts" in Hamburg Aufnahme zu gewähren. Eigentlich haben ja die Gebrüder Herrnfeld diese freundliche Rücksichtnahme wohl verdient, denn schwerlich kann Ahlwardt mehr für die Sache des Antisemitismus gethan haben als diese Herren — leider Juden — mit ihrer Verhöhnung der Juden auf der Bühne." Die „Voss. Ztg." berichtete: „Wegen Mordes sind im Jahre 1897 in Deutschland 101 Personen rechtskräftig verurt heilt gegen 108 im Jahre 1896 und 113 im Jahre 1895, sodaß eine Abnahme stattgefunden hat. Unter den Verurtheilten waren 61 (62 und 65) Evangelische und 40 (46 und 47) Katholiken. Juden sind in allen drei Jahren wegen Mordes nicht verurthcilt worden. Wegen TodtschlagS sind im Jahre 1897 174 Personen verurthcilt worden gegen 162 und 170 in den beiden voraufgegangenen Jahren. Unter den Todtschlägern befanden sich 83 (83 und 77) Katholiken und 90 (79 und 91) Evangelische. Juden sind wegen Todtschlags nicht verurtheilt. Wegen Kindesmordes sind im Jahre 1897 185 Personen bestraft gegen 173 und 167 in den beiden voraufgegangenen Jahren, sodaß hier also eine augenscheinliche Zunahme stattgefunden hat. Evangelisch waren 98 (78 und 100), katholisch

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