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Im deutschen Reich · 1899-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1899) · p. 363

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
5 (1899)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1899)
Article
Berlin
Date
1899-06-01
Page
363 (sequence 3)
Language
German
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868 Nach Absolvierung seiner Fachstudien wurde er Rabbiner in Halberstadt und siedele dann nach EisenstadL in Ungarn über, wo er 18 Jahre wirkte. Seit 1869 amtierte er in Berlin, wo er das Rabbinerseminar 1873 gründete, als dessen Rektor er bis zu seinem Tode fungierte, obgleich er seit fast zwei Jahren aus Altersrücksichten sich von den eigentlichen Rektoratsgeschäften zurückgezogen hatte. Nach einem bewegten Leben war ihm ein friedlicher Lebensabend Geschieden und sein Gerächtniß wird allezeit hoch in Ehren gehalten werden! — Die Beisetzung des Rabbiners Dr. I. Hildesheimer erfolgte am 14 d. M. von der Synagoge Gipsstraße 12 aus. Zu der dort abgehaltenen Trauerfeier hatten sich etwa hundert auswärtige Rabbiner eingefunven. Der Vorstand der Jüoischen Gemeinde war durch Justizrath Meyer, Geheimrath Professor Senator und Kommerzftnrath Mannheimer vertreten. Das Rabbinat der Gemeinde war in corpore erschienen. Dr. Berliner schilderte das Verhältniß des Entschlafenen zu seiner Gemeinde; Dr. Hoffmann entwarf ein Bild von dem Wirken und der Lehrtätigkeit des Verstorbenen; Dr. Auerbach aus Halberstadt sprach im Namen des Kuratoriums des Seminars; Dr. Bieberfeld schilderte den Verlust, den die Gemeinde erlitten habe. Der Leichenzug, dem über tausend Leidtragende und etwa achtzig Wagen folgten, nahm seinen Weg durch die Gormann- und Linienstraße zum Königsthor nach Weißensee. Die Polizei hatte die Straßen, durch welche der Kondukt sich erstreckte, abgesperrt. Auf dem Friedhof sprachen noch die Rabbiner Dr. Horowitz und Breuer aus Frankfurt a. M., Dr. Feilchenfeld aus Posen, Professor Dr. Barth u. A. Der jetzt erschienene 14. Jahrgang des Statistischen JahrbuchesdesDeuts ch-J sraelitischenGemeindeb u n d e s ist sichtlich seinem Ziele hinsichtlich der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Angaben erheblich näher gebracht worden. Besonders werthvoll ist dieWiedergabezahlreicher behördlicher Entscheidungen und Verordnungen. Das sorgsam redigierte Werk ist ein fast unentbehrliches Handbuch für Jeden, der sich mit jüdischen Angelegenheiten beschäftigt. 'Für 1,60 Mk. ist es franko vom Bureau des Deutsch- Israelitischen Gemeindebundes, W., Sigismundstr. 5, zu beziehen. Die „Staatsbürger-Ztg." schrieb kürzlich: „Zum Präsidenten des Oberlandesgerichts Köln ist nach einer Leipziger Nachricht der „Boss. Ztg." Oberreichsanwalt Hamm in Aussicht genommen. Herr Hamm war früher Oberstaatsanwalt beim Oberlandesgericht in Köln und leitete als solcher den Clever Prozeß gegen den Schächter Buschoff in der noch genügend bekannten Weise. Der S antener

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