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Im deutschen Reich · 1899-02-01 · Heft 2 (Februar 1899) · p. 86

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
5 (1899)
Issue
Heft 2 (Februar 1899)
Article
Aus dem Protokoll des ersten Verbandstages des Verbandes der jüdischen Lehrervereine
Date
1899-02-01
Page
86 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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3m deutschen Reich. 86 stände eingeräumt werde; in die kulturellen Angelegenheiten der Gemeinden aber könne er sich grundsätzlich nicht mischen. Schließlich gelangte unter Ablehnung aller übrigen Anträge folgende Resolution Adler zur Annahme: 1. Der Delegiertentag erklärt, daß es im Interesse der Schule und des Lehrers liegt, daß letzterer Gelegenheit habe, bei Berathung über Schulangelegenheiten seine Ansicht zu äußern. Dem Lehrer ist daher im Schulvorstand Sitz und Stimme einzuräumen. 2. Der Verband giebt dem D.-J. G.-B. von der gefaßten Resolution Kenntniß mit dem Ersuchen, dahin zu wirken, daß in den dem D.-J. G.-B. angehörenden Gemeinden dem in der Resolution ausgedrückten Wunsche entsprochen wird. Es folgte die Berathung der Anträge des Lehrervereins Mendelssohn zu Hamburg, betr. die Vorbildung der jüdischen Lehrer. Die Referate der beiden Redner Marx-Alsheim und Feiner- Hamburg liefen in den Antrag aus, den Verbandsvorstand zu ersuchen, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln eine bessere Vorbildung der jüdischen Lehrer herbeizuführen. Beim Beginn der Diskussion theilte der Vorsitzende mit, daß für das nächste Jahr folgendes Verbandsthema festgesetzt worden sei: „Welche Anforderungen müsien an die jüdischen Lehrer und Lehrerbildungsanstalten gestellt und von beiden erfüllt werden?" Baum-Rheine beantragte mit Rücksicht darauf, erst eine Klärung der verschiedenen Ansichten abzuwarten; die Versammlung schloß sich dieser Auffassung an und setzte die Berathung aller weiteren Anträge zu dieser Frage von der Tagesordnung ab. Sodann wurde zur Wahl des Verbandsvorstandes für die nächsten drei Jahre geschritten. Zum Vorsitzenden wurde alsdann durch Zuruf einstimmig Rektor Dr. Adler-Berlin wiedergewählt; die Wahl der übrigen 8 Vorstandsmitglieder erfolgte durch Stimmzettel. Die Stimmenmehrheit erhielten Blumenfeld - Adelebsen, Wertheimer-Heldenbergen, Gutkind-Kaffel, Steinhardt-Magdeburg, Bernhard-Tarnowitz, Feiner-Hamburg, Graf-Essen und Sturmann- Osterode. Mit Rücksicht auf die vorgeschrittene Zeit zogen Steinhardt und Bernhard die von ihren Vereinen gestellten Anträge auf Bearbeitung von Hülfsbüchern für sämmtliche Disziplinen des jüdischen Religionsunterrichts, bezw. auf Förderung der Gartenbau«

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