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Im deutschen Reich · 1898-10-01 · Heft 10 (Oktober 1898) · p. 498

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
4 (1898)
Issue
Heft 10 (Oktober 1898)
Article
Die ortsstatutarischen Bestimmungen der Stadt Rheydt über die Einschränkung des Schächtens auf dem gemeinsamen öffentlichen Schlachthofe von Rheydt und Odenkirchen
Date
1898-10-01
Page
498 (sequence 4)
Language
German
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498 Im deutschen Reich. die Angelegenheit vorzutragen. Er werde sein Bestes thun, zu einer angemessenen Regelung der Sache beizutragen. Er meinte jedoch, daß das Ministerium auch die Selbstverwaltung.der Gemeinden achten müsse und den Beschluß der städtischen Behörden nicht so mir nichts dir nichts aufheben könne. Darauf begab sich die Deputation nach dem Abgeordnetenhause und wurde dort von Sr. Exzellenz dem Herrn Handelsminister Brefeld selbst empfangen. Derselbe erklärte der Deputation, daß er einen Bericht des Bezirksausschusses über die Angelegenheit eingefordert habe und nach dem Eintreffen dieses Berichts die Sache weiter verfolgm werde. Auf die Vorstellung des Herrn Metzgermeisters D., daß durch das Schächtverbot sein Geschäft ruinirt werde, sagte der Herr M i n i st e r zu, daß er die Angelegenheit beschleunigen werde. Um 4 Uhr Nachmittags wurde die Deputation im Ministerium des Innern von Sr. Exzellenz dem Herrn M i n i st e r des Innern Freiherrn von der Recke empfangen. Auch hier führte wieder Herr Obermeister As Hauer das Worb und stellte dem Herrn Minister die durch den Beschluß der städtischen Behörden von Rheydt geschaffene Lage des Fleischergewerbes und die Wünsche der Fleischerinnung dar. Der Herr Minister erklärte, daß er von der ganzen Angelegenheit noch keine Kenntniß habe, und bat sich den Wortlaut des Beschlusses der städtischen Behörden von Rheydt vom 11. Januar 1898 aus, worauf die Deputation ihm den Beschluß des Stadtverordneten-Kollegiums überreichte. Auf die Frage des Herrn M.i n i st e r s, von wem die Petition abgesandt sei, antwortete Herr Obermeister Ashauer, daß sie von der Fleischerinnung ausgegangen und von sämmtlichen Fleischern Rheydts und Odenkirchens unterschrieben sei. Der Herr M i n i st e r erkundigte sich sodann, wieviel jüdische Fleischermeister in Rheydt seien, wieviel dort geschächtet werde und ob das Schächten dort in der That überhand genommen habe.

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