Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1898-03-01 · Heft 3 (März 1898) · p. 123

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
4 (1898)
Issue
Heft 3 (März 1898)
Article
Emil Lehmann
Date
1898-03-01
Page
123 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2316602-2316637-2316641-2322064--03725-2322143
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

(Emil Lehmann. 12B und Landau und die Eintracht der Gemeinde setzte. In demselben Sinne wirkte er bis an's Lebensende im Ausschüsse des „Deutsch' Israelitischen Gemeindebundes", dessen Mitbegründer er war, ferner im Mendelssohn-Verein und anderen wohlthätigen jüdischen Anstalten, in denen seineMitarbeit jetzt schmerzlich vermißt wird. In Anerkennung dieser vielseitigen segensreichen Thätigkeit fand am 1. März d. I. Nachmittags in der Dresdner Synagoge eine erhebende Trauerfeier statt, über welche das Amtsblatt der dortigen städtischen Behörde Folgendes berichtet: „Der Feier wohnten außer den nächsten Angehörigen zahlreiche Mitglieder und namentlich Vorstandsmitglieder derjenigen Körperschaften bei, denen der Verstorbene angehört, denen er mit Opferwilligkeit, Gewissenhaftigkeit und Charakterfestigkeit gedient, für deren Zwecke und Ziele er selbstlos und hingebend gearbeitet hat. Wir nennen den Gemeinderath der israelitischen Religionsgemeinde, den Mendelssohn-Verein, die Freimaurerloge Zu den drei Schwertern und Asträa zur grünenden Nautel die Fraternitasloge hier, die Israelitische Krankenverpflegungs-Gesellschaft, die Israelitische Beerdigungsbrüderschaft, das Dresdner Stadtverordnetenkollegium, Mitglieder der Fortschrittspartei (Landtags - Abgeordnete), Vertreter des Sachwalterstandes und der Anwaltkammer, Direktorial-, Verwaltungs- und Aufstchtsrathsmitglieder verschiedener Aktiengesellschaften und Bankinstitute, des Gemeinnützigen Vereins, Mitglieder verschiedener israelitischer Unterstützungsvereine und zahlreiche Mitglieder der hiesigen israelitischen Religionsgemeinde, sowie verschiedene auswärtige Glaubensgenossen, so Herr Dr. Minden vom Deutsch-Israelitischen Gemeindebund in Berlin, die Herren Vorsteher Frank und Magnus von der israelitischen Gemeinde in Leipzig, die Herren Vorsteher Kupferberg und Wangenheim der israelitischen Religionsgemeinde Chemnitz, Herren aus Prag und Breslau. Im Vorhofe der Synagoge brannten die Gaslaternen, die Synagoge war schwarz ausgeschlagen, der Fußboden mit schwarzen Decken belegt, die brennenden Kandelaber mit Trauerflor behängt. Unter der ewigen Lampe stand der mit schwarzem Bahrtuche umkleidete Sarg. Orgelspiel leitete neben Chorgesang die Trauerfeier ein. Einer Abkündigungsrede des Vorbeters folgte sodann die Trauerrede des Herrn Rabbiners Dr. Winter. Derselbe sprach mit Hinweis auf die alttestamentlichen Worte: „Meine Augen merken auf

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.