Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1898-02-01 · Heft 2 (Februar 1898) · p. 109

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
4 (1898)
Issue
Heft 2 (Februar 1898)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1898-02-01
Page
109 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2316602-2316637-2316640--03684-2322030
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Vereinsnachrichten. 109 Wir wollen Keines Rechte kürzen; Was wir erstreben, nie ist's schlecht. Wir wollen nur, daß wir nicht stürzen. Daß uns zu theil wird deutsches Recht. Dan! dem Verein, wie ihm gebühret; Mir Recht nicht scheut er Müh' und Plag' Und Euch, die muthig uns gefiihret, Ein dreifach Hoch zum Stiftungstag! Nach kurzer Pause sprach Herr Schauspieler LepanLo mit feinsinniger Betonung und hinreißender Wärme einen von dem General - Sekretär Alphonse Levy verfaßten Prolog, in welcher Dichtung die Befreiung der, wie Dornröschen vomDornenhag, von dunklen Borurtheilen umrankten Menschheit durch den endlichen Sieg der für Wahrheit und Liebe ringenden Aufklärung verherrlicht wurde. Die durch ein schönes Organ unterstützte Kunst des Vortragenden erntete reiche, wohlverdiente Anerkennung. Hierauf folgten reizende gesangliche Leistungen der Konzertsängerin Fräulein Jeanne Gotz. Von den drei Piöcen: „Zauberlied" von Erik Meyer-Helmund, „Drossel und Fink" von Eugen dÄlbert, „Er ist gekommen^ von Robert Franz erwarb jedes einzslne den lebhaftesten Beifall; am hervorragendsten kam aber das Talent der Künstlerin in dem ersterwähnten „Zauberliede^ und in der nach langanhaltenden Beifallsspenden erfolgenden Zugabe zur Geltung, dem „Wiegenliede" von Petri. Der Pianist, Herr H e n i 6 t Levy, welcher die Klavierbegleitung in talentvoller und diskreter Weise ausführte, erfreute sodann durch eine vorzügliche Wiedergabe des Konzert-Walzers, Op. 34, Es-dur, einer genialen Komposition unseres Vorstandsmitgliedes Herrn Moritz Moskowski. Durch lebhaften Beifall belohnt, sah sich Herr Heniot Levy zur Zugabe einer originellen Komposition von Paderewski veranlaßt. Den Schluß des Konzerts bildeten die ansprechenden Gesangsvorträge des Herrn Ernst Briske: „Das letzte Kännchen," Lied von Erik Meyer-Helmund, „Am Rhein und beim Wein", Lied von Franz Ries, und ein nach regem Beifall zugegebenes Abendlied. Mit Rücksicht auf die vorgerückte Stunde und die Schwierigkeiten, welche bei der großen Zahl der Anwesenden die Aufstellung der Tafeln verursacht hätte, wurde auf den letzten Punkt des Festprogramms „Gemüthliches Beisammensein" verzichtet, doch blieb immerhin nach dem ossiziellen Schlüsse des Festabends eine ansehnliche Zahl von Mitgliedern und Gästen in den Nebensälen noch lange in freundlicher Unterhaltung vereinigt. In dem am 20. Februar nach vierzehntägiger Krankheit dahingeschiedenen Di*, med. Gustav Kalischer verlor der Central-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.