Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1898)
- Article
- Chronik der jüdischen Gemeinde zu Marienburg
- Date
- 1898-01-01
- Page
- 23 (sequence 4)
- Language
- German
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Chronik der jüdischen Gemeinde zu Marienburg. %Z der Repräsentanten vom 10. August 1894 wurde die Erwerbung der der Stadt Marienburg gehörigen, in der Schulstraße neben der Post belegenen Parzelle zum Neubau einer Synagoge beschlossen und der Vorstand mit dessen Ausführung betraut. Am 22. Februar 1896 ertheilte der Regierungspräsident die seitens des Vorstandes unter dem 16. Januar 1896 beantragte Genehmignng zum Ankauf der oben erwähnten Parzelle in der Schulstraße behufs Erbauung einer Synagoge. Am 9. März 1896 erfolgte die gerichtliche Auslaffung des Grundstücks Marienburg Sir. 1123 seitens des Magistrats an die Synagogengemeinde zum Neubau eiuer Synagoge. In den gemeinsamen Sitzungen des Vorstands und der Repräsentanten vom 23. September 1896, dem 13. Dezember 1896, dem 17. Januar 1897 und dem 5. März 1897 wurde der Neubau einer.Synagoge und die Aufnahme eines zu 3^ Prozent verzinslichen und mit ein Prozent jährlich zu tilgenden BaudarlehnS von 40 000 Mk. beschlossen. Am 30. April 1897 erfolgte die.Genehmigung des Regierungs-Präsidenten zur Aufnahme eines Darlehens 'von 40 000 Mk. für Zwecke eines Synagogen- Neubaues. Am 10. Mai 1897 bewilligte der Landrath v. Glasenapp in hochherziger Weise unter Zustimmung des Kuratoriums der Marienburger Kreissparkaffe das nachgesuchte Darlehen von 40 000 Mk. Am 15. Juni 1897 wurde aus Grund der Pläne und Zeichnungen der Gesammtbau der neuen Synagoge dem Maurermeister Karl Lübke in Marienburg übertragen. Bei der Gemeinde sind zwei Legate errichtet. Das eine ist für hilfsbedürftige Schüler beiderlei Geschlechts im Jahre 1873 errichtet und verfügt fast über die Summe von 3900 Mk. Das andere führt den Namen „Johanna Jsaaksohn'sche Stiftung" zur Aussteuer hilfsbedürftiger Mädchen mit einem Grundkapital von 2100 Mk. und etwa 700 Mk. Zinsen. Der vom Herrn Lberpräsidenten am 30. April 1896 bestätigte Verein für Krankenpflege und Beerdigung zählt 28 Mitglieder und verfügt über ein Vermögen von über 300 Mk. Nach der Volkszählung vom 2. Dez. 1805 bestand die Marienburger jüd. Gemeinde aus 98 männlichen und 99 weiblichen Personen. Die gegenwärtige Gemeindevertretung wird gebildet aus drei Vorstehern: vr. Pincus, prakt. Arzt, Vorsitzender, Kaufmann Julius Flater, Isaak Behrendt; aus drei Stellvertretern: Rentier