Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1897-03-01 · Heft 3 (März 1897) · p. 138

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 3 (März 1897)
Article
Gabriel Riesser
Date
1897-03-01
Page
138 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2316602-2316624-2316628-2320103--02237-2320196
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

188 3m deutschen Reich. bereits angezogene Vorrede *) vom Dezember 1830 zur Schrift „Ueber die Stellung der Bekenner des mosaischen Glaubens in Deutschland. An die Deutschen aller Confessionen"; seine Betonung des Deutschthumss) in der „Vertheidigung der bürgerlichen Gleichstellung der Juden gegen die Einwürfe des Herrn Dr. Paulus"; seine Darlegung über den Reichthum der Juden, 2 * 4 5 6) über Nationalität und Judenthum, über die Zukunft des letzteren*) in der „Denkschrift an die badische Ständeversammlung", die das schöne Kennwort an der Stirn trägt: „Einen Vater in den Höhen, eine Mutter haben wir; Gott, ihn aller Wesen Vater, Deutschland unsere Mutter hier." In Niessers „Bemerkungen über die Verhandlung der badischen Ständeversammlung" finden wir treffliche, höchst beachtenswerthe Darlegungen über inneres, von äußerem Druck unabhängiges Glücks über Liberalismus und Juden7 8 *); in der Schrift „Die Judenfrage noch einmal vor beiden preußischen Häusern des Landtags 1861" noch heute, nach einem Menschenalter, zutreffende Abwehrworte gegen das die Vaterlandsliebe der Juden verdächtigende preußische Junkerthums); in den „Jüdischen Briefen" treffliche, beherzigenswerthe, zugleich als Mahnung wie als Zurückweisung werthvolle Bemerkungen über den Vorwurf der Frivolität") und über Geistesadel. 10) In allen seinen Streitschriften gegen die Bekämpfer der Juden und ihrer Gleichstellung auf badischen, bayrischen, hessischen, Hannoveranischen, sächsischen und preußischen Landtagen, gegen ihre litterarischen Angreifer, hat Rieffer eine Vornehmheit, nicht blos der Sprache, auch der Gesinnung, eine Feinheit der Beobachtung menschlicher Seelenzustände, eine Klarheit des Blickes und einen Reichthum geschichtlicher Kenntniffe niedergelegt, die ihnen dauernde Bedeutung sichern. 2) Rieffers gef. Schriften II S. 3 ff. *) a. ß. O. S. 183. *) a. ß. O. S. 329. 5) a. g. O. S. 364 6) ß. a. O. S. 545. 7) ß. ß. O. S. 660. 8) a. ß. O. S. 666. *) ß. ß. O. III S. 684 ") ß. ß. O. IV S. 166.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.