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Im deutschen Reich · 1897-02-01 · Heft 2 (Februar 1897) · p. 116

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 2 (Februar 1897)
Article
Vereinsnachrichten
Date
1897-02-01
Page
116 (sequence 8)
Language
German
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116 3m deutschen Reich. garnicht zuzulaffen. Die letztere müßtd vom Vorstände geschützt werden, damit alle Ansichten zum Gehör kommen. Auf die Mahnung, Dinge zu erörtern, die das allgemeine Interesse betreffen, erwidere er, daß dies von seiner Seite stets geschehen sei. Herr Dr. Stern wies auf das Verhalten des Vorredners in anderen Versammlungen hin und erbat dann Auskunft über die von dem Vorredner betonte Stellung des Herrn Profeffor Dr. Strack zur Judenmission. Diese Auskunft wurde von Herrn Dr. Hildesheimer unter Hervorhebung der Herzenseigenschaften des ausgezeichneten Mannes in einer Weise ertheilt, welche allgemein befriedigte. Herr Apotheker Löwen st ein behielt sich weitere Erklärungen vor, da er von denselben in Abwesenheit des Herrn Dr. Horwitz (der inzwischen wegen der Abreise nach Posen den Saal verlassen hatte) zur Zeit Abstand nehme. Im Verlaufe der weiteren, theilweise sehr erregten Debatte sprachen sich außer Herrn Dr. Stern die Herren Dr. Hirsch, Olschki und Len nh of gegen das Hineintragen von Zwistigkeiten in den Verein mißbilligend aus. Herr Rechtsanwalt Dr. Fuchs drückte. darauf seine Betrübniß über den Gang der Verhandlungen aus und bat die Herren Löwenstein und Klausner, zu beherzigen, was sie geschafft hätten. Auf diese Weise könne eine große Sache kläglich zu Grabe getragen werden. Der Redner versicherte, annehmen zu wollen, daß, was in den letzten Versammlungen dadurch verschuldet worden, nicht in der Absicht der Urheber gelegen habe — aber, wenn sie auch nichts Böses gewollt, der Effekt sei da! Man solle doch die Mahnungen des Herrn Dr. Hildesheimer zu Herzen nehmen, die Streitaxt begraben, bedenken, daß kein Vorstand Allen genügen könne, und man solle dem Vorstand nicht unnöthige Schwierigkeiten bereiten. Statt mit unnützem Zeug Zeit und Kraft zu vergeuden, solle man sich einigen zu gemeinsamer Abwehr gegen äußere Feinde und zu friedlicher Arbeit an der Verinnerlichung des Judenthums. Darauf antwortete Herr Klausner, daß er sich trotz der gegen ihn gerichteten Spitzen über die Ausführungen des Vorredners gefreut habe, und daß ihm Niemand, der sein langjähriges Wirken kenne, die Absicht zutrauen werde, das Wirken des Central-Vereins zu stören. Nach einer persönlichen Bemerkung des Herrn Löwenstein schloß der Vorsitzende die Versammlung. Ueber die erste größere auswärtige Central-Vereins-Versammlung ist uns folgender Bericht zugegangen: Posen, 10. Februar. Die im Heft 1 Jahrgang 3 der Vereinszeitschrift angekündigte Versammlung hat hier gestern Abend in dem

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