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Im deutschen Reich · 1897-01-01 · Heft 1 (Januar 1897) · p. 49

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 1 (Januar 1897)
Article
Berlin
Date
1897-01-01
Page
49 (sequence 3)
Language
German
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Korrespondenzen. 49 des Kollegiums der Aeltesten der Kaufmannschaft, und hat auch allen jüdischen Bestrebungen ein reges opferwilliges Interesse entgegmgebracht. Er gehörte unserm Central-Verein von Anfang des Bestehens desselben als Mitglied an. Das in Berlin erscheinende Central-Organ für die deutschen WohlfahrtS- und Wohlthätigkeitsbestrebungen „D a s r o t h e K r e u z" ließ sich über die Beerdigung der Frau Helene Goldfarb geb. Borchardt ausPr.-Stargard berichten: „Der edle Charakter und der Wohlthätigkeitssinn der Entschlafenen wird den Bewohnern der hiesigen Gegend unvergeßlich bleiben. In welchem hohen Ansehen sie stand, dafür sprachen sowohl das Trauergefolge als auch die niedergelegten Kränze vom Vorstand des Westpreußischen Provinzialverbandes der Vaterländischen Frauenvereine mit der Widmung: „Dem treu bewährten Vorstandsmitgliedes, vom Vaterländischen Frauenzweigverein Pr.-Stargard, „Seiner Ehrenvorsitzenden", vom Israelitischen Frauenverein, „Seiner langjährigen Vorsitzenden", vom Katholischen St. Vincent- Frauenverein, „Der Wohlthäterin der Armen"; außerdem vom Magistrat, vom Kriegerverein, von der freiwilligen Feuerwehr u. s. w." (S. auch Heft 12 d. Ztschr. S. 631.) Die Vergebung der Fleischlieferung ist neuerlich bei der Armee den einzelnen Truppentheilen abgenommen und für die Garnison im Ganzen organisirt worden. Ueber diese Neuerung, mit der man in der Budgetkommission allseitig einverstanden war, ereiferte sich die „Kreuzztg.", nachdem sie erfahren hatte, daß „ein jüdischer Großhändler" der Mindestfordernde für die Fleischlieferung gewesen sei. Das fällt bei ihr natürlich mehr in's Gewicht, als die Thatsache, daß durch diese Neuerung für die Garnison Berlin die Summe von 130 000 Mark erspart wurde, welche die Verbesserung der Abendkost der Mannschaften ermöglichte. Von Herrn Fabrikdirektor K e l b e r in Hof i. B. geht uns in Bezug auf unsere in der Nummer 12 des 2. Jahrgangs, S. 629, enthaltene Mittheilung aus Hof nachstehende Berichtigung zu: „Ad 1. Ein Ausspruch, wie er mir über Justizrath Levy in den Mund gelegt ist, liegt mir völlig ferne und widerspricht meiner sonstigen Auffassung gänzlich. Es drehte sich um Sensationsblätter, die jede Mordgeschichte im Feuilleton-Styl bis ins Kleinste erzählen, wodurch phantastische Buben auf derartige Verbrecherthaten nur aufmerksam gemacht werden. Ad 2. Handelte es sich um Einschreitung der Mächte gegen armenische Gräuel, was mir für unangebracht erschien, und ich knüpfte daran die Bemerkung, daß, wenn bei uns 4

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