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Im deutschen Reich · 1896-01-01 · Heft 1 (Januar 1896) · p. 28

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 1 (Januar 1896)
Article
Die Kriminalität der Juden in Deutschland
Date
1896-01-01
Page
28 (sequence 8)
Language
German
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L8 3m deutschen Reich. schen Thätigkeit im weitesten Sinne obliegen und weiter, daß beide vor Allem Stadtbewohner sind. Hält man diese beiden Thatsachen fest, so findet man für die eigenartigen Erscheinungen der Kriminalität der Juden in Bezug auf alle kaufmännischen Vergehen und Verbrechen den Schlüssel; und dieser Schlüssel ist in den einzelnen Fällen bei den Erläuterungen zu den folgenden Tabellen verwandt worden. Dann zeigt sich auch, daß jene ganze antisemitische Skala der sogenannten jüdischen Verbrechen und Vergehen, als da.sind: Zuwiderhandlungen gegen die Arbeiterschutzgesetze, Münzdelikte , Kuppelei, Erpressung, Hehlerei, Urkundenfälschung, Bankerott, Wucher rc. re. nicht auf Nassen- oder ReligionSeigenthümlichkeiten, sondern auf die besondere Thätigkeit der Juden in der Stadt zurückzuführen ist; und daß die christlichen Deutschen, sofern sie unter gleichen Bedingungen leben, verwandte Erscheinungen darbieten, wie dies die uichtjüdische Bevölkung des Königreichs Sachsen erweist. Man wird also bei der Beurtheilung der Kriminalität der Juden nie aus dem Auge lassen dürfen, daß die Berufsstatistik, die vorliegt, — folgende Zahlen enthält: Seelen in Preußen 1880 überhaupt 27 279 111 Juden 363 790 1,33 pCt. Thätig im Beruf überhaupt 11 712 485 Juden 137 136--- 1,17 pEt. Handel Selbstständige überhaupt 272 589 Juden 45 728 --16,75 pCt. Gehilfen 216 524 „ 28 050---12,9 pCt. Diese Zahlen zeigen, wie eine historische Entwickelung, die bekannt genug ist, es herbeigeführt hat, daß die Juden bei der Handelsthätigkeit mit einem ganz anderen und weit höheren Prozentsatz betheiligt sind, als es ihrem Verhältniß zur nichtjüdischen Bevölkerung überhaupt entspricht, und daß es daher auch nur natürlich ist, wenn die Juden zu den sogenannten kaufmännischen Delikten gleichfalls einen dementsprechend höheren Prozentsatz stellen. Man wird jedoch bei Heranziehung der Berufsstatistik im Auge behalten müssen, daß die Rubriken „Handel und Verkehr"

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