Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- Heft 1 (Juli 1895)
- Article
- Aus Moritz Veits Leben
- Date
- 1895-07-01
- Page
- 25 (sequence 9)
- Language
- German
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2Lus INoritz Veits Leben. 25 Werken gegenüber hätte er derartigen Tadel nie gewagt, freilich auch nie gefühlt. Auch ihm war er persönlich durch seine Weimarer Beziehungen bekannt geworden. Mit Eckermann, dem Goethischen Eeremonienmeister und Fremdeneinführer stand er so, daß er ihm junge Gelehrte, wie Sal. Munk schicken durfte, in der silieren Erwartung, daß ihnen die Pforten des Hauses am Frauenplan geöffnet würden. Zum ersten Almanach hatte Stieglitz Goethe geworben und hatte durch Eckermann die „chinesisch-deutschen Jahreszeiten" erhalten (Goethe-Zelter V, 250. 272). Für den zweiten ergriff Peil selbst das Wort. Schon am 22. Januar 1830 — es ist der erste für den 1831er Almanach geschriebene Brief — wurde Eckermann begrüßt, wegen eigener Beitrüge angegangen und befragt, ob Goethe sicb über den ersten Almanach geäußert habe. Daun wurde ein Eoncepl an Goethe entworfen, das aber nicht abgeschickt wurde. Darauf (14. Mai) erging ein neues Schreiben an Eckermann, des Inhalts, daß von ihm eine Aenßernng über seine Mitarbeit erwartet und das; an Goethe selbst geschrieben würde. Dieser Brief an Goethe, (undatirt, wahrsch. 17. Mai) lautet so: „Ew. Exeellenz nehme ich mir die Freiheit ergebenst anzufragen, ob Sie auch in diesem Jahre, wie im vorigen, dem Berliner Bk. A. einige Aufmerksamkeit schenken wollten. Die Gewißheit, daß E. E. dem jungen Unternehmen nicht abgeneigt seien, geben uns die Ehinesischen Jahres- und Tageszeiten und wenn der ziemlich günstige Erfolg des Bl. A. wohl hauptsächlich dem Umstande beiznniessen sein möchte, daß der Name Goethe dem Büchlein vorgedruckt werden konnte, um so ungünstigeres Borurthcil gegen den zweiten Jahrgang würde es erregen, wenn E. E. denselben durch Entziehung Ihres Beistandes zu mißbilligen schienen. Durch die Aussicht auf einen Fortgang von mehreren Jahrgängen ist es dem Almanach vergönnt, begangene Fehler zu verbessern und sich dem vorgefteckten Ziel mehr und mehr zu nähern. Vielleicht wird die Zukunft die Ehre rechtfertigen, die E. E. dem Bl. A. erzeigten und, wie ich es mit Bestimmtheit hoffe, anc>> in diesem Jahre werden angedeihcn lassen." Veit schloß init der Nachricht, daß er in Behinderung von Stieglitz und Werder die Nedaction allein übernommen habe und