Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- Heft 1 (Juli 1895)
- Article
- Aus Moritz Veits Leben
- Date
- 1895-07-01
- Page
- 23 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus Moritz Oeits Leben. 23 wurden, hauptsächlich durch Veit selbst, einzelne durch Andere, z. B. A. W. Schlegel durch Joseph Mendelssohn, folgende eingeladen, die auf die Aufforderung nicht reagirten: Castelli, Grillparzer, Zedlitz in Wien, Uhland in Tübingen, Kerner in Weinsberg, K. Egon Ebert in Waldstein, Jul. Eberwein in Rudolstadt, Heine in Hamburg, A. W. Schlegel in Bonn, L. Tieck in Dresden. Dagegen folgten der Einladung: Goethe, der durch Zelter seine Beiträge schickte, während Eckermann, der Theilnehmer des ersten Almanachs war, beim zweiten fehlte, Schwab, Grüneisen, Houwald, L. Schefer, Eichendorf, Appollonius von Maltitz; die ausgeforderten Berliner z. B. Arnim, Chamisio, Fouguä entsprachen der Aufforderung, nur W. -Reumann, L. Rellstab, A. von Stägemann, lehnten ab; ferner Langbein, mit der Begründung, „er wolle Nichts geben, weil die Recensenten heutzutage gar zu schlimm sind". Manche hatten freiwillig gesendet, theilweise Männer von Namen, wie Anast. Grün, Krug von Ridda, W. Wackernagel, die freudig willkommen geheißen werden, dagegen erhielten Ed. v. Bülow, Braun v. Braunthäl, Frz. Kugler, C. v. Reinhard und Graf v. Schlippenbach ihre Einsendungen zurück. Rezensions-Exemplare wurden an Hallische, Heidelberger, Dresdner, Leipziger Literatur-Blätter, ferner an Narnhagen, der den ersten Band besprochen hatte, Hegel, Wachler, geschickt, nicht an W. Menzel, denn er gehöre, wie Beit an Schwab schrieb, ,u den Recensenten, „von denen man sich möglichst fernhalten muß". Die Briefe, welche die ganze erste Hälfte des Jahres 1830 füllen, legen Zeugniß von großer Gewandtheit im brieflichen Ausdruck, von unermüdlichem Eifer auch in der Verbesserung des ihm fehlerhaft Scheinenden, von offener Begründung seines Tadels ab. Besonderes Interesse nehmen zwei Briefe in Anspruch, die an Heine und Goethe. An Heine lautet der undatirte Brief, der nach den vor und hinter ihm stehenden vom 23. Febr. 1830 ist, folgendermaßen: „Lieber Heine! Meinen Brief vom vorigen Sommer haben Sie vielleicht empfangen. Ich weiß kaum mehr, was ich Ihnen 'damals geschrieben habe und hätte mich gern durch Ihre Antwort daran erinnert. Die Beurtheilung über Ihren dritten Band Reisebilder in Rr. 20 des diesjährigen Gesellschafters haben Sie wahrscheinlich