Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- Heft 1 (Juli 1895)
- Article
- Aus Moritz Veits Leben
- Date
- 1895-07-01
- Page
- 19 (sequence 3)
- Language
- German
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Aus Moritz Veits Leben. 19 sind, war ausschließlich ein jüdischer. Nur der Letzte, Rosenheim, ist mir sonst nicht begegnet (vergl. dagegen unten); Schöneberg, ein später ziemlich bekannter Arzt und die beiden Hilmar gehörten auch dem Zunz'schen Kreise an. Max. Heine, Heinrichs Bruder, war damals Student der Medicin zu Berlin, Joseph Lehmann, Beit's Schwager, als Herausgeber o:s „Magazin für Literatur des Auslandes" sehr bekannt, Moritz Moser, der Freund Heines, der thätige Kaufmann und gründliche Philosoph, Daniel Leßmann, der begabte unglückliche Dichter". Als Kommentar zu diesem Blatt dienen einige Stellen aus Maximilian Heine's Erinnerungen an Hch. Heine und seine Familie (Berlin 1868 S. 237 ff.). Maximilian lebte als Student 1826 in Berlin und war von seinem Bruder an die ihm bekannten Berliner Schriftsteller empfohlen worden. Nachdem er Einiges über den Barnhagen-Rahel'schen Kreis bemerkt hat, fährt er fort: „Einen ganz anderen in sich abgeschlossenen Kreis bot mir das Beit'sche Haus dar, das mit der Geschichte des geistigen und kommerziellen Berlins in interessanter Berührung stand. Der alte Herr Philipp Beit, dem eine treffliche Gattin zur Seite stand, Ehef eines angesehenen Handlungshauses, versammelte allwöchentlich am Donnerstage einen Kreis von Männern um sich, die sich für diesen Abend die Aufgabe gestellt hatten, eine mit Humor und Witz reich auSgestattete Unterhaltung zu führen." Er geht dann einzelne Mitglieder dieses Kreises, Moser, Gans, Lehmann, Leßmann durch, über dessen Selbstmord er gewagte Kombinationen machte, sagt von Rosenheim, den er Rosenhain schreibt, „ein stiller Botaniker fehlte nie in unserem Kreise, sprach aber kein Wort, weshalb man ihn oft, der Ausgleichung wegen, neben Professor Gans setzte." Dann fährt er kort: „Die Heiterkeit und der witzvolle Humor dieses Beit'schen Kreises waren kaum zu zügeln und man beschloß auch, ein geschriebenes Journal unter dem Namen „Narrenzeitung" herauszugeben. Zu diesem Zwecke war im Beit'schen Hause ein Kasten angebracht, in welchen die anonnmen Aufsätze und Gedichte der Freunde hineingeworfen wurden, um durch die Redaktion Lehmanns geordnet, zwischen Thee und Souper vorgelesen zu werden. Die Aufsätze dieses Manuskript-Journals waren von höchst pikantem Inhalt und behandelten meist die zeitgenössischen, gesellschaftlichen sowohl als literarischen Zustände." Als jüngster Mitarbeiter wird