Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 6 H. (1809)
- Article
- Auch ein Wort über die Frage: Ob die Menschen mit gleichen Anlagen geboren werden
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 371 (sequence 7)
- Language
- German
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37* nr Stande war, gewisse Sachen zu begreifen, gewisse Wis- -nschafttn mir zu eigen zu machen, weil es mir ganz an Zinn dafür fehlte? — So könnte allerdings dieser oder jene Mensch sprechen und ich glaube nicht mit Unrecht. Nehme ich dagegen an, daß Mannigfaltigkeit der Zweck der Natur war und daß sie für die Erreichung dieses Zwecks auch schon durch die Verschiedenheit der ursprünglichen Anlagen sorgte, so fallen jene Vorwürfe größtentheils weg und ich kann mich , wenn ich so viele andere in Absicht ihrer Talente und Geisteskulkur über-mk erhabemerblick^-nütden -Gedanken beruhigen t DiEattw-vcksagte-mik jene hö-— her» Talente, jene größere Ausbildung, nicht weil sie mich weniger achtete als jenen, sondern weil es ihrem weisen Plane so angemessen wae , vsß Ich aussvieftvimdnichtauf jener Stelle stehen und wirken sollte. Ich bin nicht befugt, darüber zu klügeln, warum sie so und nicht anders Handelte, denn ich kann ihre Plane nicht begreifen, ich bin viel zu kurzsichtig, um sie ln ihrem ganzen Zusammenhänge zu übersehen. Aber ich glaube an ihre Weisheit, da sich :diese mir in so vielen andern fallen so deutlich zeigt. Ich kann mich ganz beruhigen, wenn ich auf meiner Seite alles das mit redlichem Herzen thue, was ich auf dem Punkte, wohin sie mich gestellt hat, zu thun schuldig bin. . So erfülle ich den Zweck, den sie sich bei meiner Schöpfung vorsetzte und ruhig kann ich mich dann den Armen der liebenden Mutter überlassen und mein ganzes Schicksal ihr anvertrauen. Doch noch ein sehr wichtiger Streitpunkt bleibt zu «öttern übriK^- welchen auch der Verfasser des ZbUlörs