Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 5 H. (1809)
- Article
- Dänemark [Nachricht]
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 340 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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340 ^‘r'~ was ich hier nur mit wenigen Worten habe berühren könne». Wo emcsso große Acbcreinsiimmung ist, müßte La eine Rcligionsparrhei di« andere hassen? Laßt uns nur alS Jndcnchums - oder Christenthums-Bekenner» gute Men» fthen und wahre Gottesverehrer scyn; unsere Rcligionsmeinungen mit allen ihren Verschiedenheiten sollen unS dann nicht hindern, einander zu lieben und uns einander als Freunde zu nahem. . Noch habe ich im Kurzen das Vechaltniß zu berühren, worin wir, Juden und Christen , als Staats-Bürger, gegen einander stehen. Was ich bis jetzt über unser Dcrhalteu als Mensch und Religions-Bekenner gesprochen habe, betraf Len jüdischen und christlichen Verein im Allgemeinen, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Was ich dagegen jetzt über unser gegenseitiges bürgerliches Verhalten zu sagen habe, bctrift insbesondere uns selbst, in soweit wir hier in einem Staat zusammen leben. Und wahrlich, auch . hier kann ich nicht ohne Freude bemerken, daß mein jüdischer Mitbürger mit mir gemeinschaftlich hat, was jeder andere Mitb'"gce hat und haben kann: Vaterland, Ge setze, Regierung. Ich sehe baß er Ursache hat, Dänemark zu segnenin dessen Schooß er gebortn und erzogen wurde, und es völlig als sein Vaterland zu lieben und zu erkennen, weil er da nicht als Fremder oder Ausländer, svydem als bes Landes eigener Sohn behandelt wird./ Ich sthe daß er in .Dänemark, wo Rechtlichkeit, Billigkeit und Menschlichkeit eben so viel gelten wie in irgend einem andern Lande Europms, nicht bloß geduldet-»- ein Wort worin schon risse verhaßte,, menschliches