Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 5 H. (1809)
- Article
- Dänemark [Nachricht]
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 334 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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m -~; brtung ln unfern Synagogen so wie in unfern Kirchen darbringen. Wir bekennen uns feine Geschöpfe zu ftyn, seiner Hände Werk. Von ihm haben wir alles was lebt und da ist, unfern allerersten, eigentlichen Ursprung. Don ihm haben .wir auch die-Natur die unsere Menschheit ausmacht. Und abermals ist hier kein Unterschied zwischen Christ und Jude. Mensch sind sie beide, und weder mehr noch weniger. Cie haben Beide Alles gemeinschaftlich was der Menschheit gehört, Mangel und Vollkommenheiten; sie sind dessen, worin Menschen Werth besteht gleich thcilhaftig. Der eine besitzt alle menschlichen, physischen und moralischen Anlagen in dem nämlichen Grade wie der andere. Bedarf id> wohl für diese Behauptung Beweise anzuführm - beugen hiervon nicht die tägliche Erfahrung und alle Jahrbücher der Geschichte? haben nicht altere und neuere Zeiten auch unter dem jüdischen Volk große und berühmte Männer hervor gebracht, welche in jeder Hinsicht an die Seite der Vortrefflichsten, die jedes andere Volk hervor brachten, gesetzt werden können? Männer, welche im hohe» Grade sowohl durch Denkkraft, Scharfsinn und Gelehrsamkeit, als durch Tugend und wahre Humanität sich ausgezeichnet haben? Männec die nicht allein ihr Volk, sondern die ganze Menschheit ehrten? Männer, deren Namen durch alle Jahrhunderte unverdunkelt strahlen sollten in dem Tempel der Unstcrb-- Üchkeit? — Steht auch, im Ganzen genommen, dieses Volk in gegenwärtiger Zeit den mehresten anderen gebildeten Völker in Aufklärung und Veredlung nach, so ist der Grund nicht, weil es von Natur wenigeres Vermögen