Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 5 H. (1809)
- Article
- Dänemark [Nachricht]
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 331 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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33t dem Herzen gelegen har. Ich rede nicht, um eine einge« führte Gewohnheit zu beobachten, oder die Feier des Tages zu vergrößern; nur das Verlangen zu nützen durch das» waö ich zu sagen habe, hat mich vermögen können, hicst Statte zu betreten, von welcher herab so viele verehrte Männer vorher mit verdientem Deifall geredet habe«. Den billigen Forderungen meiner aufgeklärten Zuhörer Genüge zu leisten, darf ich nur hoffen, in so fern ich vorausfttzcn darf, baß sic, so wie ich mehr auf die Sachen did vorgctragcn wird, als auf deren Einkleidung achte» werden. Ich weiß, daß ich Ihnen nichts Neues sage; aber ich weiß auch, daß selbst das Alte und Bekannte mit Nutzen gehört werden kann. Ich sehe hier vor mir eine Versammlung von Mvsis und Jesu Dekemicrn, aber ich sehe auch in Ihnen Allen, Freunde der Wahrheit und Menschheit. Ich fürchte daher nicht, mißverstünde» zu werden, wenn ich diese Gelegenheit benutze, unter einer» Gesichtspunkt gesammelt, vorzutragenr Was wir, Christen oder Juden,.alS Men« fchcn, als Religion sbekenner und als Staatsbürger gemein haben.' Möge diese Betrachtung, so kurz und'unvollständig fit scyn möge, nur das Wenigste beitragen, uns einander naher zu bringen, so habe ich den Entzweck, den ich mir vorgcsetzt habe, nicht verfehlt. Und wahrlich die Betrachtung ist von der Art, daß wir von derselben nicht ohne Grund unS diese Wirkung versprechen können. Entfernt es die Menschen von einander, wenn sie immer darauf denken, was in ihrem innerlichen und äußerlichen Zustand