Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 5 H. (1809)
- Article
- Dänemark [Nachricht]
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 330 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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unfc nur zu lange Mischen Brüdern von dem jüdischen und christlichen Glauben aufrecht crhalicn hat. -Mit Freude« wollen wir die Mittel benutzen, die unser Verein uns anbictct, um sie einander naher zu bringen, und die Gesellschaft soll uns um so lieber werden, je mehr selbige di« gegenseitige Annäherung befördern kann. Aber sollten denn so viele Schwierigkeiten,zu überwinseyn, um diese zu befördern? Sind die Hindernisse, bie der Annäherung der Christen und Juden zu einander, im Wege liegen, von der Natur, daß sie nicht ausgerottct werden können? Ist das, was die eine von dem andern abfondcrt, so bedeutend, so wesentlich, daß cs dauern muß? Ist das, worin sie von einander abweichen, mehr und wichtiger, als das, worin sie übereinstimmen? — Wir thätcn wohl, Ho'chsigcehrtcste l wenn wir weniger auf das achteten, worin Juden und Christen von einander abweichcn, und mehr auf das, was sie mit einander gemein haben. Leider thun wir öfter das Entgegengesetzte. Wenigstens ist dicß der Fall bei dem größte« Hausen. Deshalb vermissen wir auch noch im Allgemeinen die cd!' Gesinnung, das Wohlwollen, die Achtung, die Liebe, welche Heide Rcligionsbckcnner in Wort und That gegen einander beweisen sollten. Die geehrten Vorsteher dieser Gesellschaft haben gewünscht, daß ich bei dieser feierlichen Gelegenheit, di« uns heute hier versammelt, das Wort führen sollte. Diesen Wunsch zu erfüllen, war mir eine angenehm« Pflicht, um so viel mehr, weil ich dabei eine seltene Ec« lcgknhcit sehe, offen zu äußern» was mir so lange auf