Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 5 H. (1809)
- Article
- Westphalen [Nachricht]
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 323 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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Ungerechtigkeit u»d i'i’nnt sind schon an sich selbst fhoftnivc Haudlungen» indem sic bic ^cirüttung der sittli» chen Welt zur Folqc habe»; bei filtern Mciiicidc aber fcmnif der Frevel huizi«, dast der Meineidige den Gott der Wahrheit z»ni Zeuge» der Unwahrheit, de» Golk der Gcrcchtigkeit zur Bcstrasung der Uugcrcchligleil auffordcrt» und also den 3i,nnen dcS Allerhöchsten bei einer sehr schändlichen Thal mistbraiiehk; a»ch win de die ganze Well erschüttert, als ans dem Berge Sinai die Worte ertönten: „Du sollst de» Rainen des Ewige», deines Gottes, nicht misidranchcn." Wähnt auch nicht, den Allmächtigen zu täuschen! Gott ist allgegenwärtig; daS Ohr dcö Ewigen vernimmt Alles; sein Auge schlummert nie; er durchschaut die geheim« sie» Tiefen drS Herzenv. Wenn jeder andere Verbrecher durch Buße und Sin» ncSändcrimcr von der Strafe Gottes sich befreien kann, so darf doch der Meineidige, auch von der stärksten Büste, keine Vergebung hoffen; denn es heißt ausdrücklich: „Der Ewige, dein Gott, wird denjenigen nicht nnbestraft lasten» der seinen Rainen zu einer Unwahrheit mißbraucht." Bei einem jeden andern Verbrechen trifft die Straft nur den Sünder und die Mitschuldigen, ober dir, welche das Nebel hätten verhindern sollen; bei einem Meineibt aber leidet die ganze Familie des Verbrechers; denn die vorsätzlich beleidigt« Allmacht will rächen bis ins dritte und vierte Glied. Beim Propheten Zacharia sagt der Ewige r „Ich will den Fluch hervvrbringen, daß er soll kommen über daS Hans des Diebes und über das HauS dcrkk, die bei mei«