Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 5 H. (1809)
- Article
- Westphalen [Nachricht]
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 316 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Zl6 — Wcnn man nämlich bei dein Entwürfe einer Eidesformel, die heilige Schrift» als die Urquelle dessen, was hierin , zur Richtschnur dienen kann, gehörig zu Rache zieht: so erzieht sich daraus klar und deutlich, daß man zur Erhärtung und Bekräftigung irgend einer Sache, so wie zu der damit verbundenen treuen Befolgung derselben, eigentlich nur eines einfachen Eides bedarf. Die Belege z» dieser Behauptung findet man: 1) im ersten Buch Mosis Kap. 14. V. 22, wo cs heißt: ' „Abraham aber sprach zu dem Könige von Sodom: ich hebe meine Hand auf zu dem Ewigen u. s. w. daß ich weder«. s. f. 2) 1. Buch Mosis Kap. 50. 35. 25.: „Joseph ließ die Kinder Israel auf die Worte schwören: Gott wird euch bedenken u. s. w." 3) 2. Buch Mosis Kap. 22. 35. 10 u. ix gleichsam als Ritualgcsetz:'Einen göttlichen Eid u. s. w. und 4) 4. Buch Mosis Kap. 5. V. 21., wo, wie aus dem Urteptc erhellt, sogar das Wort: 3l men, als ein Eid betrachtet wird. So sek indessen aus diesen angeführten Stellen der heiligen Schrift zur Genüge hcrvorgcht, daß jeder Eid, selbst auch, wcnn er ohne äußere Zeichen geschieht, als heilig und wichtig zu betrachten scy: so zeigt jedoch unter andern die Stelle im x. Buch Mosis Kap. 24. 23. 5., daß in der Vorzeit auch zuweilen gewisse äußere Zeichen bei Eidesleistungen üblich waren; denn es heißt ebendaselbst: »,Lege ^deine. Hand unter meine Hüfte, ich will dich beschwören" u. s. w.