Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Anzeige einer nächstens erscheinenden Übersetzung der meisten moralisch-philosophischen Stellen aus dem Talmud, unter dem Titel: Fragmente aus dem Talmud
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 259 (sequence 8)
- Language
- German
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also nicht die Vertilgung der Sünder, sonder» dieVcrnichlung der Sünden wird erfolgen: bete also vielmehr um ihre Bekehrung! T. Sabbatli p. So. Man fragte den R. Tanhum aus Noi: Darf man am Eabbath die Lampe ii» Zimmer des Kranken verlöschen? Da entgegncte er: Auch die Seele gleicht einem Lichte: so möge denn das irdische Licht verlöschen, um das himmlische zu erhalten. T. ISedurlm.' Es heißt in der Schrift (Pr. Sal. 9.): Eine kleine Macht, die nur wenig Verfechter hatte, ward einst von einem mächtigen Fürsten fürchterlich bestürmt; doch ein einziger Weiser rettete durch seine edle Sorgfalt das Ganze — und schnöder Undank ward sein Lohn! Diese ohnmächtige Macht ist — der Mensch, dir beschrankte Anzahl ihrer Verfechter — die Glieder, der mächtige Tyrann — die Leidenschaft, dessen Hülfsqucllcn — dir Sinne, der weise Lkcttcr — die Tugend. Doch ach! im Arme der Leidenschaft bleibt unbefolgt der Weisheit Ruf. T. Sanliedriii p. gi. Ei» Freidenker sagte einst zum Rabbi Gevihah: Ihr Thoren, Bekenner der Unsterblichkeit! seht ihr nicht, daß das Lebende stirbt- und das Tobte sollte forkleben? Ihr Thoren, Leugnerder Unsterblichkeit? cnkgegncte jener» wird das Nichts belebt, sott das Bestehende nicht fsribrstehen?