Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Anzeige einer nächstens erscheinenden Übersetzung der meisten moralisch-philosophischen Stellen aus dem Talmud, unter dem Titel: Fragmente aus dem Talmud
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 6)
- Language
- German
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ihm. — Ich kann nicht. — Sterblicher, den bcr Strahl eines Geschöpfes schon zu blenden vermag, wird dich nicht der Anblick des Schöpfers vernichten! 1. Baba, ßatra p. 11. König Munbas opferte, wahrend einer Hungersnoch, sein ererbtes und erworbenes Vermögen, dem Besten seines Volkes, auf. Seine Familie verwies ihm dieses bitter. Deine Vorfahren — sagten sic — vergrößerten stets durch Sparsamkeit den geerbten Schatz, warum hast du die fruchte deines und ihres Fleißes, durch Verschwendung so plötzlich vernichtet? Er aber crwicdertc: Meine Vorfahren erwarben irdische Schatze, ich erwarb deren ewige; ihr Gut war vergänglich, das meine bleibt mir immerdar; ihre Schatze lagen tobt vor ihnen, die meinen tragen herrliche Früchte; sie erwarben sich gefüllte Schatzkammern» ich mir dankbare Herzen; sie spartens — ihren Erben, ich sparte cs mir; ihr Lohn — war ihr Gold, mein Lohn — o der wird mir jenseits blüh'n! hc I. Dcrech Ercz ztes Buch. .... Die Krone der Lehre ist Weisheit, Krone der Weist— Dcmuth *), Krone der Dcmuth .—!■ Glaube **), *) Je höher du die Kräfte deiner Seele spannest zur Ergrüiidung der Natur, desto lebhafter wird dir die Be- " fclwänktkeit-des-menschlich m Wissens, und du "siehst — mit Sokrates -— ein, daß der Weife nur weist, wie sehr er «ichö weiß. **) Und dies; Gefühl der Nichtigkeit deines Wissens führt dich zum Begriffe eines allwissenden Wc-