Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Blüthen aus dem Orient
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 250 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2304627-2304649-2304651-10857273-2316029--02051-2316385- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Kaum cntwandcten sich diese Worte seinen Lippen, als cm Marder herbeischlich und seine» Hahn erwürgte. Dein Thun, o Vater! — rief er—ist ohne Fehl, dein Name scy gelobt! Habe ich doch noch Licht um mich, und karm, wenn Gefahr mir droht, einen Daum besteigen: da kam ein sausender Wind nnd das Licht erlosch. Dein Wille Herr geschehe! rief ehrfurchtsvoll R. Akiba. In der nämlichen Nacht wurde das Städtchen von feindlichen Soldaten überfallen, geplündert, die Einwohner auf das grausamste mißhandelt. Als R. Akiba dir Stadt in Flammen sah, warf er sich anbetcnd vordem Ewigen nieder. Unbegreifliches Wesen! sprach er, ich habe deine Ente nicht verkannt, darum hast du mir so gelohnt. Ware ich in der Stadt geblieben, oder hatte mein Esel im Walde geschrieen, der Hahn gekräht, das Licht geschimmert, ich würde gewiß entdeckt und eine sichere Beute des Todes geworden ftyn. 2. Dunkel und nncrforschlich sind die Wege der Vorsehimg, aber gut imd gerecht. Dieß bewies uns Rabbi Akiba's Beispiel, ,-waß sie aber nicht bloß unerforschlich, daß sie auch unausweichlich scycn, zeige folgende Parabel: Mitten im Ctaatsrathe plötzlich sah König Salomo einst, allen übrige» unsichtbar, hinter dem Stuhle eines feiner Günstlinge, des Sekretärs AhiHub, den Engel des Todes mit düsterer Miene. Tief erschüttert über dieß unglückliche Anzeichen, welches ihn» seiner Lieblinge Groß-